Mozarts letzte Oper, „La clemenza di Tito“ gilt als Rarität und soll ab Montag (9. März) in der Staatsoper auch „Antwort auf eine korrumpierte Politik der Gegenwart“ geben.
„Ehrgeiz. Machtgier. Überhaupt eine große Gier nach allem. Sie will geliebt werden, sie will, dass die Menschen zu ihr aufschauen. Und sie möchte die Macht haben und alles bestimmen können!“ Hanna-Elisabeth Müller, die als Vitella die Mitregentschaft von Tito (Kathleho Mokhoabane ) für sich beansprucht und seinen Freund Sesto (Emily D’Angelo) zu Mord und Aufruhr anstiftet, gibt die Direktiven zum Mozart-Hit „La clemenza di Tito“, der am Montag (9. März) in der Inszenierung von Jan Lauwers und unter dem Dirigat von PabloHeras-Casado in der Staatsoper zur Premiere kommt.
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Mozarts letzte Oper, ein Werk über Freundschaft und Verrat, Politik und Liebe und die Frage nach einem gerechten und guten Herrscher, gilt als Opern-Rarität und wurde erst 44 Mal am Ring aufgeführt. Zuletzt im September 2023.
„La clemenza di Tito ist für mich eine poetische Antwort auf eine korrumpierte Politik der Gegenwart“ kleidet Lauwers, der auch für Bühne und Choreografie verantwortlich zeichnet, die Mozarts Oper in mehrdeutige Bilder, sowie eine Auseinandersetzung mit Mensch und Macht: “Mozart wollte echte Personen zeigen, echte Situationen, echtes Leben.«
Lauwers (o.) liefert unbequeme "La clemenza"
Deshalb setzt Lauwers bei seiner auch auf Live-Video-Zuspielungen und eine Titelpartie, die im Rollstuhl sitzt. „Das macht Kunst aus! Man muss es sich unbequem machen“