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Nordkoreas

Militär will mit Herrschersohn regieren

Informant über neue Regierung: "Putsch nun sehr unwahrscheinlich".

Nordkoreas Militär hat sich Kreisen zufolge hinter den Sohn des verstorbenen Machthabers Kim Jong-il gestellt. An der Staatsführung des noch jungen Kim Jong-un würden sich die Generäle aber beteiligen, sagte eine Person mit engen Verbindungen zu den Regierungen Nordkoreas und Chinas am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. Auch werde der Herrschersohn die Macht mit einem Onkel teilen müssen. Mit der Aussicht auf eine Führungsriege sei ein Putsch nun sehr unwahrscheinlich, sagte der Informant, der zuvor wichtige Ereignisse wie den ersten Atomtest des Landes vorausgesagt hatte.

In naher Zukunft sei nicht mit einem weiteren Atomtest zu rechnen, sagte der Kenner weiter. Der Raketentest am Montag habe den USA als Warnung vor einem Vorgehen gegen Nordkorea gelten sollen. "Mit dem Raketentest wollte (Nord-)Korea signalisieren, dass es sich selbst schützen kann." Sollten sich die Spannungen nicht weiter verschärfen, erwarte er in Kürze keine weiteren Tests. In den Jahren 2006 und 2009 schockierte das verarmte und isolierte Land die Weltgemeinschaft mit zwei Atomtests. Bis heute ist unklar, ob das Militär im Besitz einer einsatzfähigen Kernwaffe ist. Die Furcht vor einem Machtvakuum nach dem Tod des langjährigen Herrschers hatte in der Region für Unruhe gesorgt.

Diashow: Staatstrauer nach Tod von Nordkoreas Staatschef Kim Jong-Il BILDER VIDEO

Staatstrauer in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang. Staatschef Kim Jong-Il starb...

...am Samstag, den 17. Dezember nach offiziellen Angaben auf einer Zugreise. Die Trauer um den "geliebten Führer"...

...wird öffentlich zur Schau gestellt. Eine Fernsehsprecherin weint beim Verlesen der Todesnachricht.

Die Nachfolge von Kim Jong-Il (rechts) soll sein Sohn Kim Jong-un (links) antreten.

Kim Jong-un ist Vier-Sterne-General und war von seinem Vater schon zu Lebzeiten als sein Nachfolger aufgebaut worden.

Während der Trauerbezeugungen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang...

...vergießen Frauen heftige Tränen um den halbgottähnlich verehrten "geliebten Führer" Kim Jong-Il. Währenddessen...

...ist Südkorea in Alarmbereitschaft. Hier der ehemalige südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun (rechts) mit Kim Jong-Il bei einem Staatsbesuch 2007.

Die Börse Nordkoreas stürzte ist ebenfalls in Aufruhr. Auch die internationalen Aktienmärkte reagierten verunsichert auf die Todesnachricht.



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