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Ringer hingerichtet

Mullahs lassen Familie nicht einmal zur Beerdigung

Der 27-jährige Ringer Navid Afkari wurde am Samstag hingerichtet.

Nach seiner Hinrichtung ist der iranische Ringer Navid Afkari in der Nacht auf Sonntag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beerdigt worden. Das gab der Menschenrechtsaktivist Mehdi Mahmudian, der auch ein Freund der Familie Afkaris ist, auf Twitter bekannt. Laut Mahmudian wurde Afkari in Sangar, einem Dorf in der südiranischen Provinz Fars, beerdigt.
 
Seine Familie durfte an der Beerdigung nicht teilnehmen. Der 27-jährige Afkari war am Samstag trotz internationaler Proteste im Gefängnis Adel-Abad im südiranischen Schiras hingerichtet worden. Afkari hatte nach Angaben der iranischen Justiz bei einer Demonstration 2018 in Schiras einen Sicherheitsbeamten getötet. Er habe die Tat gestanden, hieß es. Der Sportler, seine Familie und Menschenrechtsorganisationen führten dagegen an, das Geständnis sei durch Folter erzwungen worden.
 
Auch eine Solidaritätswelle aus dem In- und Ausland hat die Regierung nicht zum Umdenken bewegt. Die Hinrichtung Afkaris hat im Iran zu wütenden Protesten in den sozialen Netzwerken geführt.
 
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