Burka Niqab

Heftige Vorwürfe

"Muslim-Mütter erziehen Söhne zu Versagern"

Eine ehemalige Femen-Aktivistin warnt vor falscher Toleranz gegenüber dem Islam.

Zana Ramadani (33) steht derzeit mit ihrem Buch "Die verschleierte Gefahr - die Macht der muslimischen Mütter und der Toleranzwahn der Deutschen" in den Bestsellerlisten. Darin wettert die Muslimin gegen den konservativen Islam, muslimische Machos und gegen muslimische Mütter, die ihrer Meinung nach bei der Erziehung völlig versagen.

Die Reaktionen auf ihre Vorwürfe fallen heftig aus. In der "SonntagsZeitung" berichtet sie von Drohungen: "Sie nennen mich Hure, drohen mit Vergewaltigung, Mord - und seitdem ich schwanger bin, damit, mir das Kind aus dem Leib zu treten."

Aber Ramadani verteidigt ihre Meinung. Für sie sind die Mütter für die gescheiterte Integration verantwortlich: "Die Frauen sind die größten Unterdrücker der Töchter." Diese seien nämlich für die Erhaltung der Familienehre verantwortlich: "Die Söhne können Drogen verkaufen, gewalttätig sein, das ist alles kein Problem für die Mütter, denn dadurch nimmt die Familienehre keinen Schaden. Aber die Jungfräulichkeit der Tochter, die muss um jeden Preis erhalten werden."

Ramadani spricht deshalb von einem "Söhnchenkult". "Sie werden verhätschelt, verwöhnt, bedient und damit letztlich zu Versagern erzogen. Sie scheitern, weil der Westen eine Leistungsgesellschaft ist, ihnen aber zu Hause etwas ganz anderes beigebracht wird. Sie kennen es nicht, dass etwas von ihnen verlangt wird, dass sie sich anstrengen müssen."Wenn sie dann scheiterten, seien alle anderen Schuld: "die Lehrerin, diese ungläubige Schlampe, die dem Sohn nichts zu sagen hat, oder überhaupt die Westler, die alle Rassisten sind und den Muslimen keine Chance geben", schimpft sie weiter.

Ramadani ist auch gegen das Tragen des Kopftuchs. Für sie ist der Westen schuld an der Radikalisierung von Muslimen. "Die Politik hat den konservativen Islam jahrelang hofiert, deren Vertreter werden in jede Talkshow eingeladen", erklärt sie weiter.

Zana Ramadani wurde in Skopje geboren und kam als Siebenjährige mit ihrer Familie nach Deutschland. Heute arbeitet die ehemalige Femen-Aktivistin als Juristin.



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