Nach 15 Jahren Machtwechsel in Malta

Opposition siegt

Nach 15 Jahren Machtwechsel in Malta

Labour-Partei mit 55% vorne, Regierungschef gestand Niederlage ein.

Die oppositionelle Labour-Partei hat bei der Parlamentswahl in Malta ersten Ergebnissen zufolge einen Sieg errungen. Dies teilten die Behörden des kleinsten EU-Mitgliedslandes am Sonntag mit. Labour liege demnach bei 55 Prozent der Stimmen, die bisher regierende konservative Nationalistische Partei (PN) bei 44 Prozent, berichtete der öffentliche Fernsehsender TVM. Labour löst damit die Nationalistische Partei nach 15 Jahren an der Macht ab.

PN-Chef Lawrence Gonzi gestand die Niederlage bereits ein, teilten Labour und die Regierungspartei übereinstimmend mit. Bei den vorangegangenen Wahlen 2008 hatte Labour den Sieg noch um weniger als 1.500 Stimmen verpasst. Die größte Oppositionspartei regierte zuletzt von 1996 bis 1998.

Wahrscheinlicher Regierungschef in Malta ist nun Labour-Parteiführer Joseph Muscat. Der 39-Jährige ist seit fünf Jahren Oppositionschef und führte seine Partei näher an die politische Mitte heran. Vor seiner Führungsrolle in Malta vertrat Muscat seine Partei im EU-Parlament.


Die Wahlbeteiligung auf der Mittelmeerinsel lag am Samstag bei 93 Prozent. Das kleinste EU-Land war weitgehend von den wirtschaftlichen Problemen im Süden Europas verschont geblieben. Trotz der guten Wirtschaftsdaten zeigten sich die Wähler aber unzufrieden mit der Regierung.

Diashow: Die stärksten Bilder des Tages

Die stärksten Bilder des Tages

×

    OE24 Logo
    Es gibt neue Nachrichten