Drama-Stunden
Nach Horror-Explosion: Retter suchen weiter
Seit dem Einsturz des Hauses in der James-von-Moltke-Straße stehen Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Dauereinsatz. Das Gebäude war nach einer mutmaßlichen Gasexplosion am Montagabend vollständig eingestürzt.
Noch immer fehlt von drei Menschen jede Spur: Zwei junge Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie ein 48-jähriger Mann gelten weiterhin als vermisst.
Suche unter schwierigen Bedingungen
Die Einsatzkräfte arbeiten rund um die Uhr daran, den gewaltigen Schuttberg abzutragen. Nachdem die Gaszufuhr mittlerweile gestoppt wurde, können schwere Geräte eingesetzt werden. Trotzdem bleibt die Lage gefährlich: In einzelnen Hohlräumen könnten sich laut Einsatzkräften weiterhin Gasreste befinden.
Mehrere Kräne, Bagger und Spezialfahrzeuge kommen inzwischen zum Einsatz. Stück für Stück wird der Trümmerberg kleiner, um mögliche Verschüttete erreichen zu können. „Wir machen jetzt große Fortschritte, weil wir jetzt große Trümmerteile abtragen können“, sagt THW-Sprecher Daniel Hofmann gegenüber der "Bild".
Hoffnung auf Überlebende
Trotz der vergangenen Stunden wollen die Retter die Hoffnung nicht aufgeben. Feuerwehrchefin Anja Weigel erklärte, man gehe grundsätzlich so lange von Überlebenden aus, bis das Gegenteil feststehe „Vielleicht (ist) eine Person in einem Hohlraum eingeschlossen. Vielleicht gibt’s ja ein Wunder“, sagte sie.
Experten halten es grundsätzlich für möglich, dass Menschen unter Trümmern bis zu 72 Stunden überleben können.
Wer die Vermissten sind
Bei den Vermissten handelt es sich laut Berichten um zwei Touristinnen aus Rumänien sowie einen Mann mit deutsch-bulgarischen Wurzeln, der beruflich in Görlitz gewesen sein soll. Sie sollen sich bereits im Gebäude befunden haben, als es am frühen Abend plötzlich zur Explosion kam und das Haus einstürzte. Bislang fehlt von ihnen jedoch jede Spur.
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