Kein Lebenszeichen

Haus-Explosion: Spürhunde schlagen nicht mehr an

Nach dem schweren Einsturz eines Wohnhauses in Görlitz läuft ein dramatischer Rettungseinsatz. Einsatzkräfte suchen weiterhin nach drei Menschen, die nach dem Unglück vermisst werden.

Das Mehrfamilienhaus in der Görlitzer Innenstadt war am Montagabend plötzlich eingestürzt. Noch immer ist unklar, was genau die Katastrophe ausgelöst hat. Nach ersten Einschätzungen könnte eine Gasexplosion hinter dem Unglück stecken.

Drei Menschen weiter vermisst

Bei den Vermissten handelt es sich laut Behörden um zwei Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie einen 48-jährigen Mann. Zwei weitere Personen, die zunächst ebenfalls vermisst worden waren, konnten inzwischen Entwarnung geben: Sie befanden sich noch auf der Anreise und waren nicht im Gebäude.

Die Rettungskräfte arbeiten sich derzeit vorsichtig durch die gewaltigen Trümmermassen. Schwere Maschinen kommen nur eingeschränkt zum Einsatz.

Suche per Hand und Schaufel

„Die Hunde schlagen bei Lebenszeichen an“, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Remo Kölzsch. Während die Tiere am Vortag noch reagiert hätten, sei dies inzwischen ausgeblieben. Wie focus.de berichtet, setzen die Einsatzkräfte die Suche dennoch unermüdlich fort, teilweise mit bloßen Händen und Schaufeln. Der Grund: Auf schwere Bagger wird vorerst weitgehend verzichtet, da mögliche Überlebende unter den Trümmern dadurch zusätzlich gefährdet werden könnten. 

Sorge wegen möglichem Gas

Besonders heikel bleibt die Situation wegen möglicher Gasreste unter den Trümmern. Laut Feuerwehr könnten sich in Hohlräumen weiterhin gefährliche Mengen befinden, was die Arbeiten zusätzlich erschwert.

Die Ursache des Einsturzes ist bisher nicht abschließend geklärt. Oberbürgermeister Octavian Ursu erklärte, vieles deute derzeit auf eine Explosion durch Gas hin. Die Ermittlungen laufen.

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