5 Schwerverletzte!

Gasexplosion in Firma: Alles war viel schlimmer, Ursache ermittelt

Brandermittler des LKA Steiermark konnten die Ursache für die schwere Detonation auf einem Firmenareal in Leoben klären. Eine undichte Gasflasche dürfte demnach zur Bildung eines explosionsfähigen Gemisches geführt haben. Danach genügte ein einziger Funke. Zwei Männer schweben in Lebensgefahr.

Stmk. Die Explosion - die viel schlimmere Folgen hatte, als bisher bekannt war - ereignete sich Mittwochnachmittag, wie berichtet, gegen 17.15 Uhr im Bereich mehrerer Baucontainer. Zur Ursache, woran es lag, dass es zur Katastrophe kommen konnte, gibt es bereits Erkenntnisse, nicht jedoch, warum letztlich alles in die Luft ging. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren mehrere Arbeiter damit beschäftigt, Maschinen und Baumaterialien zu verladen beziehungsweise wegzuräumen. 

Explosion Leoben
© FF Leoben Stadt

Den Erhebungen zufolge dürfte es in einem Lagercontainer zu einem unkontrollierten Austritt von Flüssiggas gekommen sein. Ursächlich dafür dürfte eine undichte Überwurfmutter an einem Gasdruckregler bei gleichzeitig geöffnetem Flaschenventil gewesen sein. Eine bislang noch nicht vollends geklärte externe Zündquelle dürfte schließlich zur Umsetzung des Gas-Luft-Gemisches geführt haben. Wie es aussieht, war es ein einziger Funke etwa beim Lichtaufdrehen oder jemand hatte sich eine Zigarette angezündet.

Durch die Wucht der Explosion erlitten zwei Mitarbeiter - unter ihnen ein 58-jähriger Bosnier aus Wels in Oberösterreich - lebensgefährliche Verletzungen. Sie werden aufgrund ihrer wohl großflächigen Verbrennungen im AKH Wien und im LKH Graz behandelt. Drei weitere Kollegen erlitten schwere Verletzungen, ein Arbeiter, der als Ersthelfer vor Ort geeilt war, wurde leicht verletzt. Sowohl ein technischer Defekt als auch Vorsatz können zum jetzigen Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. Die Kriminalisten gehen von einer fahrlässigen Handlung aus. Derzeit laufen Befragungen, um herauszufinden, wer dafür gerade stehen muss, dass die Flasche so schlecht gelagert war.

Neben dem Container wurden auch mehrere Firmenfahrzeuge durch Trümmer beschädigt.

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