Virus an Bord

Nach Todesfall: Nächstes Kreuzfahrtschiff festgesetzt

Auf einem Kreuzfahrtschiff in Frankreich sitzen derzeit mehr als 1.700 Menschen fest. Hintergrund ist ein Todesfall an Bord sowie zahlreiche Krankheitsfälle unter den Passagieren. Die Behörden stoppten die Weiterreise vorerst und untersuchen nun die Ursache.

Wie "20 Minuten" berichtet, hatte die Kreuzfahrt Anfang Mai auf den Shetlandinseln begonnen und führte über mehrere Stopps in Großbritannien und Frankreich. Kurz vor der geplanten Weiterfahrt verschärfte sich die Lage: Ein 90-jähriger Passagier starb, gleichzeitig klagten Dutzende Reisende über Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung. Rund 50 Menschen sollen betroffen sein.

Laut Berichten liegt das Schiff aktuell in Bordeaux vor Anker. 

Ursache noch nicht geklärt

Erste Untersuchungen brachten bislang keine eindeutige Antwort. Nach Angaben von Medizinern wurde das Norovirus als Auslöser zunächst ausgeschlossen. Weitere Laboranalysen laufen derzeit in einem Universitätsklinikum in Bordeaux. Auch ein Zusammenhang mit dem jüngsten Hantavirus-Ausbruch auf einem anderen Kreuzfahrtschiff wird nach aktuellem Stand nicht gesehen.

Gesundheitsbehörden prüfen nun mehrere Möglichkeiten, darunter auch verunreinigte Lebensmittel als Ursache der Beschwerden. Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung an Land wurden bisher nicht angeordnet.

Passagiere müssen warten

Für die mehr als 1.200 Gäste und hunderte Crewmitglieder heißt es vorerst: an Bord bleiben. Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind und keine Gesundheitsgefahr mehr besteht, darf das Schiff seine Reise Richtung Spanien fortsetzen.

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