Am Dienstag läuft das Ultimatum der USA an den Iran ab. Nun wurden laut dem Wall Street Journal die Friedensgesrpräche seitens des Iran beendet, nachdem Präsident Donald Trump zuvor mit dem Tod der "einer gesamten Zivilisation" gewarnt hat.
Wie Beamte aus dem Nahen Osten mitteilten, hat der Iran die direkte Kommunikation mit den USA abgebrochen, nachdem Donald Trump am Dienstagmorgen gedroht hatte, die „gesamte Zivilisation“ des Landes zu zerstören.
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Die Verhandlungen über ein Waffenstillstandsabkommen werden über Vermittler fortgesetzt, doch dieser Schritt hat die Bemühungen erschwert, bis zu Trumps Frist um 20:00 Uhr eine Einigung zu erzielen, berichtete das Wall Street Journal.
Ein Beamter erklärte, der Iran wolle durch den Abbruch der Kommunikation eine Botschaft des Trotzes und der Missbilligung übermitteln. Trumps Gesandter Steve Witkoff und JD Vance waren an den Friedensgesprächen mit den Iranern beteiligt, wobei Pakistan eine zentrale Rolle bei der Vermittlung der Verhandlungen spielte.
Frist läuft heute ab
Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur gedroht, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormuz wieder öffnen. Bereits vor Ablauf seines Ultimatums um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) kam es zu einer Angriffswelle.
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warnte Trump vor Angriffen auf zivile Infrastruktur. "Wenn wir uns alle gegen Angriffe auf zivile und energetische Infrastrukturen aussprechen, dann vor allem, weil sie nach den Regeln der Kriegsführung und dem Völkerrecht ausgeschlossen sind, und zweitens, weil sie im Falle des Krieges im Iran zweifellos eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen einleiten würden", sagte Barrot dem Sender France Info.
Diese würden die Region und die Weltwirtschaft in einen beunruhigenden Teufelskreis stürzen. "Wir erleben bereits einen sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise. Würden die Energieinfrastrukturen im Iran angegriffen, ist mit Vergeltungsmaßnahmen des iranischen Regimes zu rechnen, die eine ohnehin schon besorgniserregende Lage weiter verschärfen würden", sagte Barrot.