Frauke Petry

0,4 Prozent der Stimmen

Nach Wahlschlappe: Frauke Petrys Partei löst sich auf

Bei der Wahl in Sachsen am 1. September bekamen die "Blauen" mit Frauke Petry nur 0,4 Prozent der Zweitstimmen – Jetzt wurde die Partei-Auflösung bekanntgegeben. 

Dresden. Nach Wahlschlappen in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen und Thüringen will sich die Blaue Partei der früheren AfD-Chefin Frauke Petry bis Jahresende auflösen.
 
"Unser freiheitlich-konservatives Politikangebot ist sowohl in Sachsen als auch in Thüringen vom Wähler klar abgelehnt worden. Es ist daher konsequent, wenn auch schmerzlich, unser Projekt an dieser Stelle zu beenden", erklärte Petry am Dienstag in Dresden.
 
Die Auflösung der Partei sei am Wochenende auf einem Parteitag im sächsischen Döben bei Grimma beschlossen worden.
 
Für sie persönlich ergebe sich daraus mittelfristig der Abschied aus der aktiven Politik, sagte Petry. "Ich hoffe und wünsche mir, dass zukünftig andere Persönlichkeiten ein Politikangebot schaffen, das die klare Abgrenzung nicht nur zu linken, sondern auch zu rechten Sozialisten findet."
 
Nötig seien bürgerliche Führungsfiguren, die den Mut fänden, ihre Reputation im öffentlichen Diskurs aufs Spiel zu setzen, sagte Petry. "Man muss nicht wie Trump sein, aber man sollte keine Angst vor Kratzern im sogenannten bürgerlichen Lack haben, wenn man diesem Land den freiheitlichen Ruck versetzen möchte, den es so dringend braucht", so die Politikerin weiter.
 
Petry, die auch Partei- und Fraktionschefin bei der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen war, hatte ihrer Partei unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 den Rücken gekehrt und später die Blaue Partei gegründet.
 
Bei der Wahl in Sachsen am 1. September bekamen die "Blauen" nur 0,4 Prozent der Zweitstimmen, Ende Oktober in Thüringen waren es 0,1 Prozent. Laut "Bild"-Zeitung will Petry ihr Bundestagsmandat bis 2021 behalten: "Danach war es das für mich. Ich werde da konsequent sein."


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