Oslo-Killer Breivik war in Österreich

2005 zweimal in Wien

Oslo-Killer Breivik war in Österreich

Er wollte auch den Königspalast in die Luft sprengen.

Schon im 1.500 Seiten langen wahnsinnigen politischen Manifest verkündet Anders Behring Breivik (32), der Killer von Norwegen, seine Liebe zu Österreich und dankt seinen hiesigen „Brüdern und Schwestern“.

Jetzt wurde aber bekannt, dass Breivik bereits zweimal in Österreich weilte. Am 4. März 2005 landete er erstmals aus Oslo kommend in Wien Schwechat. Nach einem kurzen Aufenthalt im Transitbereich (Duty-free-Zone), stieg er in seinen Anschlussflug nach Minsk (Weißrussland).

Grund der Reise: Der Killer wollte Wikinger-Gräber besuchen. Außerdem interessierte er sich für den AKW-Unfall in Tschernobyl. Auf diesem einwöchigen Trip hatte er panische Angst, verstrahltes Essen serviert zu bekommen. Aus Sorge fragte er andauernd die Reiseleiterin, ob das Servierte unbedenklich sei.

Ein weißrussischer Politiker hingegen meint, Breivik hätte auf dieser Reise militärisches Training vom Geheimdienst erhalten.

Am Ende des Ausflugs, am 11. März 2005, landete Breivik erneut in Wien.

Täter zeigte keine Regung, als er von 77 Toten erfuhr
Die Ermittlungen bringen immer brisantere Fakten zutage: Dass der Teufels-Killer noch weitere Angriffs-Ziele im Visier hatte, war bereits klar. Aber jetzt verriet ein Polizist die konkreten Pläne. Breivik wollte auch den Palast des Königs Harald V. mit Bomben zerfetzen (Bild oben), wo vor 10 Jahren Kronprinz Haakon seine Mette-Marit heiratete. Gleichzeitig sollte auch eine Bombe in der Parteizentrale der Sozialdemokraten in Oslo hochgehen.

Die Opferzahlen wären enorm. Die Symbolik eines geglückten Angriffs auf das Königshaus würde das Land zutiefst erschüttern – genau deswegen wurden diese Ziele ausgesucht.

Nur ein kleiner Zufall verhinderte die weiteren Anschläge. Offenbar verspätete sich Breivik und entschied im letzten Moment, seine Attacke zu verkleinern.

Als der Killer im Verhör am Freitag erstmals von den Ermittlern erfuhr, dass er 77 Menschen umbrachte, zeigte er keine ­Regung.

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