Favorit Netanyahu

Parlamentswahl in Israel hat begonnen

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Rechtsbündnis des Regierungschefs geht als klarer Favorit in die Wahlen.

Unter dem Eindruck des völlig festgefahrenen Nahostkonflikts haben in Israel am Dienstag die Parlamentswahlen begonnen. In der Früh gab der amtierende Regierungschef Benjamin Netanjahu seine Stimme ab. Netanjahu legte den Stimmzettel mit demonstrativem Lächeln in einem schwer gesicherten Wahlbüro in die Urne. Jede Stimme für seine Liste sei "gut für Israel", sagte der 63-Jährige in Begleitung seiner Frau Sara.

Gute Chancen
Sein rechtskonservatives Bündnis hat gute Chancen, wieder stärkste Kraft in der Knesset zu werden. Mit weiteren Koalitionspartnern aus dem rechten und ultra-religiösen Lager dürfte letzten Umfragen zufolge eine knappe Mehrheit im 120 Sitze zählenden Parlament zustande kommen. Zusammengerechnet mit seiner ersten Legislaturperiode Ende der 1990er Jahre ist Netanjahu schon jetzt der am längsten amtierende Ministerpräsident des Landes nach Israels Gründungsvater David Ben- Gurion.

Mit Spannung erwartet wird auch das Abschneiden des Software-Multimillionärs und früheren Elitesoldaten Naftali Bennett, dessen national-religiöse Siedlerpartei "Jüdische Heimat" mit noch extremeren Positionen als Netanjahus Likud punkten will. Der 40-jährige Shootingstar war einst Netanjahus Stabschef, sagte sich dann aber von seinem Ziehvater los.

Zerstrittene Opposition
Die Opposition ist zerstritten und brachte es nicht fertig, sich um einen aussichtsreichen Kandidaten als Alternative zu Netanjahu zu scharen. Zudem scheinen viele Israelis nicht mehr an eine Friedenslösung mit den Palästinensern zu glauben, wie sie früher das große Thema der Arbeitspartei war. Diese konzentrierte sich im jetzigen Wahlkampf vor allem auf sozialpolitische Botschaften. Nur die neu gegründete Bewegung der früheren Außenministerin Zipi Livni stellte den Nahostkonflikt noch in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs.

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