Drama an Bord

Hantavirus: Patient Null soll sich bei Vogel-Tour angesteckt haben

Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf der „MV Hondius“ rückt nun ein Ausflug in Argentinien in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Behörden vermuten, dass sich die ersten Infizierten möglicherweise bei einer Vogelbeobachtungstour angesteckt haben könnten. 

Im Fokus steht ein niederländisches Ehepaar, das als erste Passagiere an dem Virus erkrankte. Wo genau die Infektion stattgefunden hat, ist zwar noch nicht endgültig geklärt, doch laut argentinischen Behörden gilt derzeit eine Tour nahe der Stadt Ushuaia als wahrscheinlichster Ursprung des Ausbruchs.

Kontakt mit infizierten Nagetieren?

Der Ausflug führte die Reisegruppe in den Süden Argentiniens. Dort sollen die Teilnehmer unter anderem eine Deponie besucht haben. Ermittler gehen davon aus, dass es dort zum Kontakt mit Nagetieren gekommen sein könnte, die das Hantavirus übertragen. Die Behörden prüfen aktuell, ob sich die Passagiere bereits dort infiziert haben könnten, bevor das Virus später an Bord des Kreuzfahrtschiffs ausbrach. Die Untersuchungen zu den genauen Umständen laufen weiterhin.

Drei Tote auf „Hondius“

Der Ausbruch auf dem Expeditionsschiff sorgte international für Schlagzeilen. Drei Menschen starben bereits, mehrere weitere Personen wurden infiziert. Das Schiff soll innerhalb der kommenden Tage einen spanischen Hafen nahe des Flughafens von Teneriffa anlaufen. Die Entscheidung erfolgte laut Behörden in Abstimmung mit der WHO. Für die Bevölkerung auf den Kanaren bestehe keine Gefahr, da umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen würden, erklärt die spanische Gesundheitsministerin Mónica García Gómez.

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