Gewalt in Bahrain.

Bahrain

Polizei schoss auf Demonstranten

Keine Informationen über Opfer.

In Bahrain haben Sicherheitskräfte am Donnerstag auf Hunderte Oppositionelle geschossen, die westlich der Hauptstadt Manama dem Demonstrationsverbot trotzen wollten. Nach Angaben von Aktivisten vor Ort schossen Polizisten mit Schrotflinten auf die Demonstranten in dem schiitischen Dorf Deih und setzten Tränengas gegen sie ein. Zuvor waren in der Nacht sechs teils ranghohe Aktivisten der Opposition festgenommen worden.

Ausgangssperre ausgeweitet
Am Ortseingang waren Polizisten postiert, die Tränengas abfeuerten. Mehrere Polizeifahrzeuge blockierten zudem die Straße zum Nachbardorf. Bei den Protesten in Deih handelte es sich laut Augenzeugen um eine spontane Demonstration, die Behörden hatten am Mittwoch sämtliche Proteste und Sitzblockaden im ganzen Land verboten. Nach Angaben des Staatsfernsehens wurde zudem die nächtliche Ausgangssperre ausgeweitet, sie galt nun von 20.00 Uhr bis 04.00 Uhr morgens Ortszeit.

Gewalt eskalierte bereits am Mittwoch

Am Mittwoch hatten die Sicherheitskräfte den Perlenplatz in der Hauptstadt Manama mit Hilfe von Panzern und Tränengas geräumt, dabei wurden laut Opposition und Behörden drei Demonstranten und zwei Polizisten getötet. Am Donnerstag herrschte in Manama eine angespannte Situation. Banken und viele Geschäfte sowie Schulen blieben geschlossen, im Finanzviertel der Stadt waren Polizisten zu sehen.

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