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Vorbild für Österreich?

Premierministerin von Neuseeland kürzt ihr eigenes Gehalt

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Die Premierministerin sowie alle Minister werden 20 Prozent weniger verdienen.

Als Akt der Solidarität mit den Bürgern in der Corona-Krise kürzt die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern ihr eigenes Gehalt. Ihr persönliches Gehalt werde für sechs Monate um ein Fünftel gekürzt, kündigte Ardern am Mittwoch an. Auch ihre Minister sowie Spitzenbeamte im öffentlichen Dienst sollen in diesem Zeitraum 20 Prozent weniger Gehalt bekommen.
 
Ardern bekommt als Premierministerin ein Jahresgehalt von rund 260.000 Euro und verzichtet mit der Kürzung auf insgesamt 42.800 Euro. Die 39-Jährige erklärte, es gehe nicht um eine generelle Gehaltsdiskussion in der Regierung, sondern darum, Führung zu zeigen. "Dies sollte nur eine Anerkennung gegenüber den Neuseeländern sein, die derzeit besonders leiden", sagte Ardern.
 
Die wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen haben die neuseeländische Wirtschaft gelähmt. Tausende Bürger haben ihren Arbeitsplatz verloren. Das Wirtschaftsministerium geht im schlimmsten Fall von einer Arbeitslosenrate von 26 Prozent aus.
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