Tupolew Tu-160

Gegen ISIS

Putin schickt größten Kampfjet der Welt

Der russische Präsident fährt im Anti-Terror-Kampf große Geschütze auf.

Russland hat nach eigenen Angaben mehr als 600 Rebellen bei einem Raketenangriff in der syrischen Provinz Deir al-Zor (Deir ez-Zor) getötet. Das gab Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Freitag laut der Nachrichtenagentur RIA bei einer Beratung mit Präsident Wladimir Putin in Moskau bekannt. Bei dem Einsatz war auch eine Tupoloew Tu160, das größte Kampflugzeug der Welt, im Einsatz. Es war der erste Einsatz des Langstreckenbombers seit seiner Entwicklung im Kalten Krieg.

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Die russische Marine hat außerdem erneut vom Kaspischen Meer aus Ziele in Syrien beschossen. 18 Marschflugkörper seien am Freitag abgefeuert worden, sagte Schoigu "Alle Ziele wurden zerstört." Die Marschflugkörper suchen sich ihren Weg dicht über dem Boden. Sie kreuzen die zivile Hauptflugroute zwischen Europa und dem Persischen Golf - allerdings deutlich unter der üblichen Reiseflughöhe. Anfang Oktober hatte die russische Marine erstmals vom Kaspischen Meer aus angegriffen.

Schoigu berichtete von den außerordentlich hohen Verlusten bei dem Angriff in Deir al-Zor, ohne Details zu nennen. Unklar blieb, wann der Schlag mit dem Marschflugkörper ausgeführt wurde. Unabhängige Bestätigungen für Schoigus Angaben gab es nicht. 600 Kämpfer seien getötet worden, in den vergangenen vier Tagen seien 820 Ziele zerstört worden. Russland beschieße verstärkt Lastwagen-Kolonnen des illegalen Ölhandels, mit dem sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) finanziert.

Nächste Phase angekündigt

Putin kündigte unterdessen die nächste Phase der Militärintervention seines Landes in Syrien an. Die bisherigen Ziele seien erreicht worden, sagte Putin der RIA Nowosti zufolge bei einer Videokonferenz mit Militärs am Freitag. Dies reiche aber noch nicht aus, um "Syrien von Rebellen und Terroristen zu säubern und die russische Bevölkerung vor Terroranschlägen zu schützen". "Wir haben noch viel Arbeit vor uns, und ich hoffe, dass die nächsten Phasen mit der gleichen Professionalität ausgeführt werden und die von uns gewünschten Ergebnisse bringen", sagte Putin. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sagte, ein Einsatz von Bodentruppen werde nicht diskutiert. Schoigu erklärte, Russland habe die Zahl an Flugzeugen bei seiner Militärintervention in Syrien auf 69 Maschinen verdoppelt.



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