Absturz-Überlebender

Rubens Schicksal bewegt die Welt

Er blinzelt, hebt schwach einen Arm - der neunjährige Ruben A. aus Holland. Das Wunder von Tripolis. Als einziger überlebte er den Horror-Crash in Libyen.

Grüne Sitze, Hunderte Gepäckstücke, rauchende Airbus-Wrackteile. Dazwischen eingeklemmt - ein Kind. Es ist der neunjährige Ruben van A. Der Bub wimmert, "Holland, Holland", als Feuerwehrmänner ihn in dem Chaos finden. Vorsichtig wird er geborgen, in die Klinik gebracht. Vier Stunden dauert die dramatische Operation. Dann steht fest - Ruben wird überleben: "Er hat seine Beine mehrfach gebrochen", sagt Chirurg Dr. Sideg Ben Della in einem Telefoninterview mit der "Tripoli Post". Ben Dalla hat das Operationsteam geleitet.

Inzwischen ist Ruben wieder bei Bewusstsein. Via Telefon sagte der "De Telegraaf": "Ich weiß nicht, wie ich hierher gekommen bin, ich kann mich nicht erinnern. Ich will einfach nur nach Hause.“

"Zustand stabil, alle Organe arbeiten normal"
Schlimmer als die Beinbrüche sei aber das Schleudertrauma, meint der Arzt: "Er kann noch nicht alle Gliedmaßen bewegen", sagt er. Aber: "Der Bub atmet inzwischen normal, seine inneren Organe sind intakt. Sein Zustand ist stabil." Im Aufwachzimmer blinzelte Ruben mit seinen Augen, hob sogar den linken Arm. Ruben van A. - er ist das Wunder von Tripolis.

Inzwischen sind Onkel und Tante des Buben in Tripolis eingetroffen. Durften für wenige Augenblicke ins Intensiv-Zimmer, in dem der tapfere Kleine liegt. Auch der holländische Premier ist angereist. Vom Tod seiner Familie weiß das Kind natürlich noch nichts.

Badeurlaub und Safari zum Hochzeitstag der Eltern
Ruben ist vor zwei Wochen mit seinen Eltern Trudy und Patrick und seinem Bruder Enzo nach Johannesburg in Südafrika geflogen. Zum Hochzeitstag der Eltern schenkte sich die junge Familie eine zehntägige Safari samt kurzem Badeurlaub in Camps Bay. Dann die Katastrophe!



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