Druck steigt

Satellitenbilder zeigen: Trump bereitet großen Militärschlag gegen den Iran vor

Vor den Atomgesprächen am Freitag im Oman erhöhen die USA weiterhin den Druck auf den Iran. 

Kurz vor geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran richtete US-Präsident Donald Trump warnende Worte an den obersten Führer des Landes. Auf die Frage, ob Ayatollah Ali Khamenei aktuell besorgt sein solle, antwortete Trump dem Sender NBC News: "Ich würde sagen, er sollte sehr besorgt sein." Einen konkreten Grund dafür nannte Trump in dem Zuge nicht direkt. Er verwies aber auf Verhandlungen seines Landes mit dem Iran.

Er habe gehört, dass der Iran versuche, sein Atomprogramm wiederaufzubauen, sagte Trump auf eine entsprechende Nachfrage. Für einen solchen Fall drohte der US-Präsident damit, dem Iran "schlimme Dinge" anzutun.

US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor auf Zugeständnisse aus Teheran gedrängt. Damit die Gespräche tatsächlich zu einem "sinnvollen Ergebnis" führten, müssten etwa die Reichweite der ballistischen Raketen, die Unterstützung terroristischer Organisationen, das Atomprogramm und der Umgang mit dem eigenen Volk beachtet werden, sagte er wenige Tage vor einem angepeilten Treffen zwischen Washington und Teheran. Rubio betonte, die Vereinigten Staaten seien für einen Dialog mit dem Iran bereit.

Satelliten-Fotos

Unterdessen zeigen Satellitenaufnahmen eine deutlich verstärkte militärische Präsenz der USA im Nahen Osten und heizen damit die Spekulationen über eine mögliche Eskalation im Konflikt mit dem Iran an.

Iran
© Planet Labs

Auf den Bildern von einem Stützpunkt in Jordanien sind zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfjets und militärische Ausrüstung auf US-Stützpunkten in der Region zu erkennen. Besonders auffällig ist die Konzentration von Einheiten an strategisch wichtigen Standorten, die eine schnelle militärische Reaktion ermöglichen würden.

Iran
© Planet Labs

Parallel dazu nimmt auch der Druck auf See spürbar zu. Der US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ist gemeinsam mit mehreren Lenkwaffenzerstörern in das Einsatzgebiet verlegt worden und operiert inzwischen im nördlichen Arabischen Meer. Auf dem Träger sind moderne Kampfflugzeuge stationiert; Satelliten- und Fotoaufnahmen zeigen zudem offenbar den Einsatz von EA-18G „Growler“. Diese Spezialjets sind darauf ausgelegt, feindliche Radarsysteme und Kommunikationsnetze zu stören – eine Fähigkeit, die insbesondere bei möglichen Operationen tief im iranischen Luftraum von zentraler Bedeutung wäre.

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