Schottland: England und Europa atmen auf

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Schottland: England und Europa atmen auf

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Deutlich stimmten die Schotten gegen die Abspaltung von Großbritannien.

Erleichtert sieht er aus. Als wäre ihm ein ziemlich großer Stein vom Herzen gefallen. Als der britische Premier David Cameron Freitagfrüh vor die Presse tritt, ist die Abspaltung Schottlands vom Tisch. „Das schottische Volk hat gesprochen, und das Resultat ist klar“, erklärte der 47-Jährige zufrieden.

In nur vier Wahlbezirken gewannen Separatisten
Mit 55,3 zu 44,7 Prozent der Stimmen war das Votum dann doch überraschend deutlich gegen die Selbstständigkeit ausgefallen. Nur in vier von 32 Wahlbezirken holten die „Yes“-Wähler eine Mehrheit. Für einen Sieg viel zu wenig!

Kommission soll Schotten jetzt mehr Rechte sichern
Trotzdem: Ganz ohne Folgen soll die Megakampagne nicht bleiben. Bereits im Vorfeld hatte London den Schotten ja mehr Autonomie versprochen. Cameron sicherte bereits die sofortige Bildung einer Kommission zu, die im November ihre Arbeit aufnehmen und Fragen rund um die Themen Steuern, Ausgaben und Sozialbereich klären soll.

Joanne K. Rowling: "Können stolz auf das Ergebnis sein"
Im Jänner sollen die Neuerungen im Londoner Parlament besprochen und noch vor der Unterhauswahl im Mai 2015 die ersten Änderungen umgesetzt werden.
Den Abspaltungsbefürwortern wird das dennoch nur ein geringer Trost sein. Immer wieder brachen enttäuschte Schotten jedes Alters in Tränen aus. Der schottische Premier Alex Salmond kündigte gestern seinen Rücktritt an: „Jedes Mitglied der ‚Yes‘-Kampagne ist tief enttäuscht. Aber Schottland hat sich für immer verändert“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Nicola Sturgeon.

Genauso sieht das auch Harry Potter-Erfinderin J. K. Rowling: „Ich war die ganze Nacht auf. Wir können stolz auf dieses Ergebnis sein!“

D. Müllejans

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