Mullah-Regime

Seit Protestbeginn mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet

Bei der Niederschlagung der Proteste im Iran sind nach den jüngsten Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 648 Demonstranten getötet worden.  

Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6.000 Todesopfer, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber "äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen".

Zuvor hatte das iranische Außenministerium vor dem Hintergrund der Proteste im Iran die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens vorgeladen. Die Botschafter oder Geschäftsträger seien Montagfrüh von den iranischen Behörden wegen der von ihren Regierungen öffentlich geäußerten Unterstützung für die iranischen Demonstranten vorgeladen worden, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung des iranischen Außenministeriums.

Teheran forderte die Regierungen der vier europäischen Länder demnach auf, ihre "offiziellen Erklärungen zur Unterstützung der Demonstranten zurückzuziehen". "Wir bestätigen die Einbestellung europäischer Botschafter", teilte das französische Außenministerium AFP mit.

EU-Parlament verbannt iranische Diplomaten

Angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten untersagte das EU-Parlament allen iranischen Diplomaten und Vertretern den Zutritt zu seinen Gebäuden. Sie habe beschlossen, "sämtliches diplomatisches Personal und alle anderen Vertreter der Islamischen Republik Iran von sämtlichen Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments auszuschließen", erklärte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola am Montag auf X.

"Dieses Haus wird nicht dazu beitragen, ein Regime zu legitimieren, das sich durch Folter, Repression und Mord an der Macht hält", fügte Metsola hinzu. Angesichts des Kampfes der Menschen im Iran für ihre Rechte und ihre Freiheit könne es "nicht einfach weitergehen wie bisher", schrieb Metsola.

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