Sicherheitsleck vor Nato-Gipfel

Ranghoher Polizist tritt zurück

Sicherheitsleck vor Nato-Gipfel

Eine Zeitung berichtete über unverschlüsselte E-Mail an dutzende Empfänger.

Nach einem Sicherheitsleck vor dem Nato-Gipfel Anfang Juli in Warschau hat der Generalstabschef der polnischen Polizei, Waldemar Szulc, am Freitag seinen Rücktritt erklärt. Vorausgegangen war ein Bericht der Zeitung "Gazeta Wyborcza", wonach die Polizei in einer unverschlüsselten E-Mail an etwa 60 Empfänger Einzelheiten über Sicherheitsmaßnahmen während des Gipfeltreffens mitteilte.

"Keinerlei vertrauliche Informationen"

Die E-Mail habe "keinerlei vertrauliche Informationen" enthalten, sagte Polizeisprecher Mariusz Ciarka. Für Szulc gehe es aber um seine Ehre. Der polnische Innenminister Mariusz Blaszczak versicherte, die Bestimmungen würden überarbeitet, um die Sicherheit während des Gipfeltreffens zu gewährleisten.

Delegationen aus mehr als 50 Ländern

Zu dem Treffen der westlichen Militärallianz am 8. und 9. Juli werden Delegationen aus mehr als 50 Ländern erwartet, darunter eine US-Abordnung unter Leitung von Präsident Barack Obama. Der Gipfel soll unter anderem die seit dem Kalten Krieg beispiellose Verstärkung der Nato-Truppen im Osten im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise von 2014 gutheißen.

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