Besucher-Beschwerden

Skandal um Burkini-Verbot im Hallenbad

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Ein angebliches „Burkini“-Verbot wird zum Fall für den Bürgermeister.

In der bayrischen Gemeinde Neutraubling ist der Dorffrieden gestört. CDU-Bürgermeister Heinz Kiechle hat nun beschlossen, dass Frauen in Ganzkörperbadeanzügen im örtlichen Hallenbad nicht mehr erwünscht seien, berichtet die „Bild“ online.

„Sehr verehrte Badegäste, die Benutzung unseres Hallenbades ist nur in üblicher Badekleidung (Badeanzug/Bikini bzw. Badehose) gestattet. (...)“, ist auf einem Schild vor den Umkleiden zu lesen.

Dem Verbot vorausgegangen sei ein Vorfall am Frauenbadetag vor einigen Wochen. Eine junge Araberin sei in einem „Burkini“ im Schwimmbad unterwegs gewesen, woraufhin sich einige Badegäste beschwert hätten. Daraufhin sei der Hinweis zu der Badekleiderordnung angebracht worden.

Kein striktes „Burkini“-Verbot

Von einem strikten „Bukrini“-Verbot will Bürgermeister Kiechle hingegen nichts wissen. Ein ausdrückliches „Burkini“-Verbotsschild gäbe es nicht. Der Grund für die Hinweisschilder sei vielmehr die Hygiene. „Bisher legte nach unseren Informationen auch nur eine Besucherin Wert auf den „Burkini“, was andere weibliche Badegäste offensichtlich vor allem als unhygienisch befanden“, meint Kiechle zu „Bild“.

Die Vorwürfe, dass der Politiker keinen Wert auf Religionsausübung lege, weist er ausdrücklich zurück. „Ich frage mich, was der Burkini als eine Erfindung jüngster Zeit mit freier Religionsausübung zu tun hat?“, meint er. Er habe sich stets um ein gutes Verhältnis zwischen den Nationen und Religionen bemüht.

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