Suezkanal

Auch Austro-Wirtschaft betroffen

Suezkanal-Blockade: Schiff kann kippen

Mega-Stau: Das Containerschiff ''Ever Given'' blockiert seit einer Woche den Suezkanal. 

Suez. 800 Schiffe warten bereits auf beiden Seiten der wichtigen Wasserstraße zwischen Rotem Meer und Mittelmeer. Darunter elf rumänische Frachter mit 130.000 lebenden Tieren an Bord.
Zehn Schlepper versuchen den Koloss freizukriegen, drei Bagger sind im Einsatz – erfolglos. Der 400 Meter lange, 59 Meter breite und mit 20.000 Containern beladene Frachter, der im dichten Sandsturm gestrandet ist, liegt aber weiter auf Grund, gräbt sich tiefer ein.

Hoffen auf den Mond. Ein US-Berge-Team soll jetzt mithelfen. Die Containerfracht muss wohl entladen werden, sonst könnte die „Ever Given“ beim Bergungsversuch kippen. Auch wird auf die Hilfe des Mondes gehofft, er steuert Ebbe und Flut, die Gezeiten lassen das Wasser im Kanal um 30 Zentimeter steigen.

Gesamter Handel Asien-Europa über Suezkanal

Engpass. Sollte der Containerriese nicht bald befreit werden, wird der Megastau zum Problem für die Weltwirtschaft und somit auch für die Konsumenten bei uns. 19.000 Containerschiffe und Öltanker passieren die Wasserstraße in Ägypten. Es ist der wichtigste Weg von Asien nach Europa, der Seeweg über Südafrika dauert im Schnitt zehn Tage länger. 10 bis 12 Prozent des gesamten Welthandels laufen über den Kanal.

Im Megastau liegt fast die gesamte Ware aus Asien für Europa: Öl, Zulieferteile für die Autoindustrie, Chemiewaren, TV-Geräte, Smartphones etc. Die Lieferkette ist über Monate unterbrochen, auch Österreich ist betroffen. Pro Stunde kostet die Blockade rund 400 Millionen Dollar, bisher sind bereits mehr als 10 Milliarden Dollar Verlust angelaufen – Tendenz steigend. Wann der Kanal wieder frei ist, kann niemand sagen.

(wek)



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