Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit verbundenen Augen zeigt.
Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs "USS Iwo Jima" zu sehen, kommentierte Trump am Samstag in Onlinediensten das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs.
Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen. Dem linksgerichteten langjährigen Staatschef soll in New York wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
Zuvor hatte die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado gefordert, den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia zum neuen Staatschef zu machen. Die "Stunde der Freiheit" für Venezuela sei gekommen, erklärte Machado, die im Dezember mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, am Samstag in Onlinediensten. González Urrutia solle "sofort" die Geschäfte des Staatschefs übernehmen.
Der Oppositionspolitiker war bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 gegen Maduro angetreten und hatte den Sieg für sich beansprucht. Von den Behörden war jedoch Maduro zum Sieger erklärt worden, die Opposition sprach von Wahlbetrug. In der Folge kam es zu gewaltsamen Protesten mit 28 Toten und mehr als 2400 Festnahmen, González Urrutia floh nach Spanien ins Exil.