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Luftfahrtunglück

Über 180 Tote bei Flugzeugabsturz in Indonesien

In Indonesien ist ein Passagierflugzeug mit mehr als 180 Menschen an Bord abgestürzt.

Beim Absturz eines indonesischen Passagierflugzeugs sind wahrscheinlich alle 188 Menschen an Bord der Maschine ums Leben gekommen. Die Such- und Rettungsbehörde teilte am Montag mit, dass es keine Hinweise auf Überlebende gebe. Inzwischen seien aber die ersten Toten geborgen worden. Die Boeing 737 des Billigfliegers Lion Air war kurz nach dem Start in der Hauptstadt Jakarta ins Meer gestürzt.

 

Video zum Thema: Jakarta: Flugzeug stürzt nach Start ins Meer
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Wenig Hoffnung auf Überlebende

Der Kontakt zur Maschine riss 13 Minuten nach dem Start ab. Sie war auf dem Weg in die Bergbau-Region von Pangkal Pinang. An Bord waren mindestens 23 Mitarbeiter der indonesischen Regierung. Rettungskräfte machten sich sofort auf den Weg zur vermuteten Absturzstelle, wo Schwimmwesten und Mobiltelefone im Meer entdeckt wurden.
 
"Unser Pilot hat nach Vorschrift gehandelt", sagte der Chef der Fluglinie. "Als er gesehen hat, dass es ein Problem gibt, hat er darum gebeten, zur Basis zurückkehren zu dürfen. Aber wir wissen, wie es zu Ende ging." Sirait bestätigte, dass die Maschine zuvor schon ein technisches Problem gehabt habe. Dies sei jedoch vor dem Flug am Montag behoben worden. Details nannte er nicht.

Nach Angaben der Fluggesellschaft hatte die Maschine technische Probleme. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Boeing 737 MAX. Es ist der erste Absturz einer Maschine dieses Typs, der erst 2017 in Dienst gestellt wurde. Lion Air teilte mit, die Maschine sei erst seit August in Betrieb und voll flugtauglich gewesen. Die technischen Probleme seien behoben worden. Pilot und Co-Pilot seien erfahren gewesen. Es sei nicht geplant, den Rest der Boeing-737-MAX-Flotte am Boden zu lassen. Boeing äußerte sich betroffen über den Absturz. Der Flugzeugbauer stehe für technische Unterstützung zur Aufklärung des Vorfalls bereit, hieß es in einer Stellungnahme.

Funkkontakt abgebrochen

Die Boeing war um 06.20 Uhr Ortszeit (00.20 Uhr MEZ) in Jakarta gestartet. Zuletzt wurde Flug JT-610 dann bei Karawang in der Provinz West-Java geortet, sagte ein Sprecher des nationalen Such-und Rettungsdienstes. Dort sei auch der Funkkontakt zu dem Flugzeug abgebrochen, berichtete die Flugleitstelle.

Lion Air ist eine indonesische Billigfluglinie, die 1999 gegründet wurde. Die stark expandierende Gesellschaft, die moderne Jets der Hersteller Boeing und Airbus einsetzt, fliegt hauptsächlich Ziele innerhalb Indonesiens an. Allerdings stehen auch einige wenige Auslandsziele auf dem Streckenplan von Lion Air. Die Flotte umfasst mehr als 100 Maschinen.
 

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