Video zeigt letzte Sekunden im Todesflieger

Germanwings-Absturz

Video zeigt letzte Sekunden im Todesflieger

Lubitz soll vor mehreren Jahren suizidgefährded gewesen sein.

Ein Video aus der Germanwings-Unglücksmaschine soll Medienberichten zufolge Bilder aus den letzten Sekunden des Flugs 4U9525 zeigen. Eine offizielle Bestätigung für die Existenz des Videos gab es zunächst nicht. Die deutsche Boulevard-Zeitung "Bild" und das französische Magazin "Paris Match" berichteten am Dienstagabend, Mitarbeiter hätten die Sequenz ansehen können. Das Video sei am Unglücksort von einer Person gefunden worden, die zum Kreis der Ermittler gehöre.

Video: Neues von der Absturzstelle

Der Zeitung zufolge ist die Szenerie an Bord chaotisch und völlig verwackelt, einzelne Personen seien nicht identifizierbar. Die Echtheit des Videos sei unzweifelhaft. Der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin erklärte auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur dagegen, er wisse nichts von einem solchen Fund. Es seien eine Reihe von Handys gefunden worden, die noch ausgewertet würden. Sie seien aufgrund des Aufpralls aber in einem sehr schlechten Zustand. "Ich weiß nicht, ob sie ausgewertet werden können." Er sei noch zwei Stunden zuvor vor Ort gewesen - da sei von einem solchen Video nicht die Rede gewesen, sagte Robin.

 Video: Lufthansa wusste von Depression

Justiz fordert Herausgabe von angeblichen Video
Die französische Justiz hat indes die Herausgabe des angeblichen Videos gefordert: "Wenn eine Person ein solches Video besitzen sollte, muss sie es umgehend den Ermittlern übergeben", erklärte der zuständige Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, am Mittwoch.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch liege den Ermittlern kein Video vor, das den Absturz des Airbus A320 zeige.

Lufthansa-Schule wusste von Depression
Die Verkehrsfliegerschule der Lufthansa wusste während der Ausbildung des Copiloten der Germanwings-Unglücksmaschine von einer vorausgegangenen Depression. Das teilte die Lufthansa mit.

Zum Gesundheitszustand des Unglückspiloten war bereits bekannt gewesen, dass er in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten gehabt hatte. "Im Anschluss wurde dem Co-Piloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt", betonte die Lufthansa in ihrer Mitteilung. Während seines Einsatzes am 24. März habe der Copilot ein "voll gültiges Tauglichkeitszeugnis der Klasse 1" gehabt.

Der Airbus war am Dienstag vor einer Woche auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einer Felswand in Frankreich zerschellt. Der 27 Jahre alte Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit voller Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler war er vor Jahren suizidgefährdet und für den Unglückstag krankgeschrieben.

Lubitz: Angst vor Fluguntauglichkeit

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 20:22

Verzweifelte Passagiere im Video

Das Video belege, dass die Passagiere an Bord gewusst hätten, in welch verzweifelter Lage sie sich befanden, berichtete "Bild". In mehreren Sprachen sei der Ausruf "Mein Gott" zu hören. Der Zeitung zufolge ist die Szenerie an Bord chaotisch und völlig verwackelt, einzelne Personen seien nicht identifizierbar. Die Echtheit des Videos sei unzweifelhaft.

 19:49

Video aus Unglücksairbus entdeckt

Ein Video aus der Germanwings-Unglücksmaschine soll Medienberichten zufolge Bilder aus den letzten Sekunden des Flugs 4U9525 zeigen. "Bild" und das französische Magazin "Paris Match" berichteten am Dienstagabend, Mitarbeiter hätten die Sequenz ansehen können. Das Video sei am Unglücksort von einer Person gefunden worden, die zum Kreis der Ermittler gehöre.

 19:04

Copilot informierte Lufthansa über schwere Depression

Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa bereits im Jahr 2009 als Flugschüler über eine "abgeklungene schwere depressive Episode" informiert. Das teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

 18:42

Hollande: Opfer bis Ende der Woche identifiziert

Die 150 Opfer des Germanwings-Absturzes in den Alpen können nach den Worten von Frankreichs Präsident Francois Hollande bis spätestens Ende der Woche identifiziert werden. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte er am Dienstag in Berlin, dass es bis Ende der Woche möglich sein werde, "alle Opfer dank der entnommenen DNA-Proben zu identifizieren".

 16:04

Lufthansa sagt Feier ab

Nach dem Germanwings-Absturz in den Alpen hat der Mutterkonzern Lufthansa die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen gestrichen. "Aus Respekt vor den Opfern" der Katastrophe werde die für den 15. April geplante Feier abgesagt, teilte Lufthansa am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

 14:45

Ermittler such auch nach "Systemfehlern"

Nach dem Germanwings-Absturz in den Alpen gehen die französischen Ermittler auch möglichen "Systemfehlern" nach. Die Luftfahrtermittlungsbehörde BEA teilte am Dienstag in Paris mit, dass insbesondere das Schließsystem der Cockpit-Türen näher untersucht werden solle.

Dabei gehe es auch um die "Abläufe beim Eintritt und beim Verlassen des Cockpits". Die BEA verwies zudem ausdrücklich darauf, dass die Kriterien und Abläufe zum "Erkennen bestimmter psychologischer Profile" unter die Lupe genommen werden sollten.

 12:09

Straße soll fertig sein

"CNN" meldet, dass die Straße zum Abtransport der Leichen- und Wrackteile mittlerweile fertiggestellt sein soll. Der Sender beruft sich dabei auf Aussagen eines Sprechers der Gendarmarie.

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(c) AFP

 11:47

Lufthansa Jubiläum

Am 15. April würde die Lufthansa eigentlich ihr 60 Jahr-Jubiläum feiern. Angesichts der jüngsten Tragödie darf jedoch angezweifelt werden, dass das Unternehmen dieses Jubiläum mit einem großen Freudenfest begehen wird.

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(c)AFP Lufthansa-Boss Carsten Spohr

 11:09

Suche nach Opfern geht weiter

Der heutige Tag steht vor allem wieder im Zeichen der Bergung der Opfer des Absturzes. Außerdem wird noch immer akribisch nach dem zweiten Flugschreiber gesucht.

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(c) AFP

 08:50

Spekulationen über Tatmotiv

Laut Bild-Zeitung dürfte Angst eine zentrale Rolle für die Wahnsinnstat gespielt haben. Die Zeitung zitiert einen Ermittler: "Ein Hauptmotiv für uns ist derzeit, dass Lubitz offenbar Angst hatte, wegen seiner medizinischen Probleme die Flugtauglichkeit zu verlieren".

 07:45

Auswertung der DNA dauert Monate

Forensische Experten werten in Moment die gefundenen DNA Spuren der Opfer aus. Ein aufwendiges Prozedere.

"Wir können nicht versprechen, dass alle Opfer identifiziert werden können", sagte der Leiter des zuständigen Kriminalinstituts der französischen Gendarmerie, Francois Daoust. "In Abhängigkeit von der Anzahl der Körperteile, die gefunden werden, kann der Zeitrahmen zwischen mindestens zwei und vier Monaten schwanken", sagte Daoust.

2015033026460.jpg © afp

(c) AFP

 07:08

Debatte um Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht (2)

Die Vereinigung Cockpit (VC) ist klar gegen eine Lockerung der Schweigepflicht im Fall von Piloten: "Das kann nur jemand sagen, der von der Materie gar keine Ahnung hat", sagte der Präsident der Piloten-Gewerkschaft, Ilja Schulz, der "Rheinischen Post" (Dienstag). "Wenn mein Arzt von der Schweigepflicht entbunden ist, werde ich ihm gegenüber kein Problem ansprechen, weil immer die Angst vorm Fluglizenzentzug mitschwingt", so Schulz. "Besteht die Schweigepflicht, kann der Arzt dagegen echte Hilfe anbieten."

 07:00

Debatte um Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht (1)

Rund um die Enthüllungen über den Gesundheitszustand von Copilot Andreas Lubitz entrbannte eine hetfige Debatte um Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht.

Der Präsident der deutschen Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Rainer Richter, lehnt eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht ab. "Die Schweigepflicht ist in Fällen, in denen Patienten andere Personen gefährden, nicht das Problem", sagte Richter der Deutschen Presse-Agentur. "Schon jetzt sind Ärzte und Psychotherapeuten befugt, die Schweigepflicht zu durchbrechen, wenn sie dadurch die Schädigung Dritter verhindern können. In Fällen, in denen es um Leben und Tod geht, sind sie dazu sogar verpflichtet."

Eine Lockerung der Schweigepflicht für bestimmte Berufe mit hohem Berufsrisiko könnte nach Ansicht des Psychotherapeuten Richter derartige Katastrophen nicht verhindern.

 06:10

Opfer-Identifizierung dauert bis zu vier Monate

"Wir können nicht versprechen, dass alle Opfer identifiziert werden können", sagte der Leiter des zuständigen Kriminalinstituts der französischen Gendarmerie, Francois Daoust. "In Abhängigkeit von der Anzahl der Körperteile, die gefunden werden, kann der Zeitrahmen zwischen mindestens zwei und vier Monaten schwanken", sagte Daoust.