Bub vor ICE in Frankfurt gestoßen - tot Frankfurt hauptbahnhof

Gleis-Attacke in Frankfurt

Vor ICE gestoßen: Mutter & Bub wollten Urlaub in Österreich machen

Die Schwester des toten Buben wollte sich mit ihrem Bruder und ihrer Mutter im Urlaub in Österreich treffen. Am Weg dorthin erfuhr sie von der Horror-Tat.

Diese Tat schockt seit Montag Millionen Menschen weit außerhalb der Grenzen Deutschlands. Der 40-jähriger Eritreer Habte A., der in der Schweiz lebte, soll am Montag den achtjährigen Buben und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Der Bub starb noch im Gleisbett, seine Mutter konnte sich retten und wurde verletzt.

Wie die "Bild"-Zeitung nun von einer Bekannten der Familie erfuhr, waren die beiden auf dem Weg nach Österreich, um hier Urlaub zu machen. Sie wollten sich am Ziel mit der Tochter bzw. Schwester und einer Freundin der Mutter treffen. Die 12-Jährige war gemeinsam mit der besten Freundin der Frau und deren Sohn, sowie einem Hund mit dem Auto auf den Weg ins Ferienziel. "Die Schwester saß im Auto, weil sie keine Lust auf die Zugfahrt hatte, die ihre Mama und ihr kleiner Bruder antreten wollten", wird die Bekannte der Familie zitiert.

Gegen 14 Uhr klingelte schließlich das Telefon der Frau. Am anderen Ende der Leitung war die Polizei. Sie baten sie an der nächsten Raststätte anzuhalten und dort zu warten. Die Beamten kamen gemeinsam mit einem Seelsorger um die Schreckensnachricht zu überbringen. "Das Mädchen ist zusammengebrochen. Ihre Großeltern aus Leipzig sind sofort gekommen und kümmern sich um sie", so die Bekannte zur "Bild".

Verdächtiger Habte A. galt als Musterbeispiel für Integration

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen. Bisher galt Habte A. als unbescholten, gar als Musterbeispiel für Integration, so die deutschen Behörden. 2006 kam er illegal in die Schweiz und stellte dort einen Asylantrag. Dieser wurde 2008 schließlich bewilligt. "Er besitzt seitdem in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung der Kategorie C, das heißt gut integriert", sagte der deutsche Bundespolizeipräsident Dieter Romann. Der Verdächtige sei einer festen Arbeit nachgegangen. Er war Angestellter bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). Zudem ist er verheiratet und hat sogar drei kleine Kinder.

Habte A. soll Mutter und Sohn (8) vor einen einfahrenden Zug am Hauptbahnhof in Frankfurt geschubst haben. Der Bub starb noch am Gleis.

Habte A. wollte Nachbarin töten

Doch Ende Juli rastete er bereits in seiner Schweizer Heimat aus. Am 25. Juli attackierte er seine Nachbarin und bedrohte sie mit dem Messer. Auch gewürgt soll er sie haben. Daraufhin ergriff er die Flucht. Die Schweizer Polizei sprach einen Festnahmebefehl aus, doch er ergriff die Flucht. Nur vier Tage später schockte er mit der Horror-Tat in Frankfurt.

Seit einem Jahr soll Habte A. in psychiatrischer Behandlung gewesen sein.

Psychische Probleme

Über das Motiv kann bisher nur gerätselt werden. Alledings ist bereits bekannt, dass der Verdächtige Habte A. psychische Probleme hatte und sich bereits letztes Jahr in Behandlung begab. Seit Jänner diesen Jahres war er in seiner Arbeitsstelle aufgrund dieser Probleme krankgeschrieben.



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