Dem in der Ostsee gestrandeten Buckelwal "Timmy" geht es immer schlechter. Experten haben nun entdeckt, dass der zwölf Tonnen schwere Meeressäuger schwere äußere Verletzungen aufweist.
Der Überlebenskampf von Buckelwal "Timmy" geht weiter, doch die Hoffnungen schwinden dramatisch. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus erklärte, rührt sich das rund zwölf Meter lange Tier auf der Sandbank vor Wismar kaum noch, auch wenn es gelegentlich noch Laute von sich gibt. Nun kommt eine traurige Erkenntnis ans Licht.
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Erst jetzt erkannten Experten auf neuen Unterwasseraufnahmen, dass der Wal nicht nur völlig entkräftet, sondern auch massiv verletzt ist. "Er hat Verletzungen, das ist sehr deutlich sichtbar, wahrscheinlich durch Schiffsschrauben", erklärte Backhaus gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Das hatten wir vorher überhaupt nicht gesehen", so der Minister. Zudem wurden am Rücken und an der linken Körperseite Abdrücke entdeckt, die vermutlich von einem Netz stammen.
Innere Organe in Mitleidenschaft gezogen
Neben den sichtbaren Wunden leidet das riesige Tier auch an inneren Verletzungen. Durch die wiederholte Strandung seien Lunge und Leber massiv in Mitleidenschaft gezogen und der Blutkreislauf extrem gestört worden. Bereits am Mittwoch wurden sämtliche Rettungsversuche offiziell eingestellt. Inzwischen hat sich "Timmy" rund einen halben Meter in den weichen Meeresboden eingegraben. Das bittere Fazit von Minister Backhaus: "Was dieser Wal hier insgesamt in der Ostsee durchgemacht hat, ist eine reine Qual für den Wal".