Air France-Absturz

Angehörige fordern weitere Ermittlungen

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"Es ist ein Verbrechen begangen worden", sagt der Leiter des Hinterbliebenen-Verbands.

Fast drei Monate nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik haben brasilianische Angehörige der Todesopfer ein Ermittlungsverfahren in ihrer Heimat gefordert. Die französische Airline habe Hinweise auf verschiedene Störungen an den Kontrollinstrumenten des Airbus' ignoriert, erklärte der Interessenverband der Hinterbliebenen am Mittwoch. Die brasilianischen Behörden müssten sich in die Ermittlungen der französischen Flugunfallbehörde BEA einschalten, sagte der Leiter des Verbands, Nelson Faria Marinho, der staatlichen brasilianischen Nachrichtenagentur. "Sie müssen ein Verfahren eröffnen, denn es ist ein Verbrechen begangen worden."

Die Airbus A330 war am 1. Juni auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich in den Atlantik gestürzt. Dabei kamen alle 228 Menschen an Bord ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche, 58 Brasilianer und 72 Franzosen. Die Flugschreiber der Maschine wurden nicht gefunden. Auch in Frankreich fordern Angehörige der Opfer Entschädigung von Air France.

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