Angst vor Coronavirus: Israel macht Grenzen auch für Koreaner dicht

Touristen in Isolation

Angst vor Coronavirus: Israel macht Grenzen auch für Koreaner dicht

Nachdem Israel 130 Koreanern verboten hatte, einzureisen, reicht nun die südkoreanische Regierung eine offizielle Beschwerde ein.

In Südkorea breitet sich der Coronavirus rasant aus: Innerhalb weniger Tage stieg die Anzahl der Infizierten von etwa 50 auf 433. Aus diesem Grund beschloss Israels Regierung nun ein Einreiseverbot für Koreaner.

In der Nacht auf Sonntag verbot Israel 130 südkoreanischen Staatsbürgern, das Flugzeug zu verlassen, das von Seoul am Ben-Gurion Airport gelandet war. 12 israelische Staatsbürger durften den Flieger verlassen – sie wurden zu weiteren Untersuchungen ins Magen David Adom Krankenhaus gebracht. Die restlichen Menschen an Bord des Flugzeuges wurden zurück nach Seoul geschickt.

Die südkoreanische Regierung hat nun offiziell eine Beschwerde gegen dieses Vorgehen der israelischen Behörden eingebracht und fordert, Aktionen wie diese in Zukunft zu unterlassen, da keine Gefahr bestünde.

Der israelische Außenminister Katz hingegen verteidigt die drastischen Mittel, um das Land vor dem Coronavirus zu schützen. "Wir haben keine Wahl", sagt er im Interview mit Kan News. "Wir müssen alle gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen umsetzen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen."

Die südkoreanischen Touristen, die sich bereits in Israel aufhalten, werden indes dazu aufgefordert, "öffentliche Plätze zu meiden" und sich isoliert im Hotel aufzuhalten. 

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