Bei einem Bootsunglück im Atlantik vor der Küste des westafrikanischen Staates Gambia sind mindestens sieben Migranten ums Leben gekommen.
96 Menschen seien gerettet worden, teilte das gambische Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Gambia ist der kleinste Staat auf dem afrikanischen Festland und wird fast vollständig vom Senegal umschlossen. Das Boot, das eventuell mehr als 200 Menschen an Bord hatte, war in der Nacht gekentert. Die Suche nach weiteren Opfern läuft.
Zehn der Geretteten befänden sich in einem kritischen Zustand. Das Unglück ereignete sich auf einer der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Zahlreiche Menschen aus Westafrika versuchen von dort aus, die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln zu erreichen. Diese liegen rund 1.600 Kilometer nördlich von Gambia.
Im Jahr 2024 erreichten nach Angaben der EU mehr als 46.000 Migranten die Kanaren. Die Menschenrechtsorganisation Caminando Fronteras zählte im selben Zeitraum mehr als 10.000 Todesfälle auf dieser Route. In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 ging die Zahl der Migranten auf der westafrikanischen Route nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex jedoch um 60 Prozent zurück. Frontex führt dies auf eine stärkere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern zurück.