Gut zu Fuß

Britische Oma lief in 4,5 Jahren um die Welt

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Die 61-jährige Rosie Swale-Pope erhielt auf ihrem Marsch 29 Heiratsanträge. Dabei hat sie 45 Paar Schuhe durchgetreten.

Sie hat 29 Heiratsanträge bekommen, 45 Paar Schuhe durchgetreten und war viereinhalb Jahre unterwegs - nun ist die 61- Jährige Britin Rosie Swale-Pope von einer Weltreise der besonderen Art zurückgekehrt. Nachdem ihr Mann an Krebs gestorben war, hatte die Mutter zweier Kinder und Großmutter zweier Enkel sich allein, nur mit Marschgepäck ausgestattet, auf den Weg gemacht, um zu Fuß mehr als 32.000 Kilometer zurückzulegen.

Ihre Reise führte sie quer durch Europa, Sibirien, die USA, Kanada, Grönland und Island, berichteten englische Medien am Donnerstag. "Es ist fantastisch, wieder britischen Boden unter den Füßen zu haben", sagte sie bei ihrer Ankunft in Schottland am Vortag.

Einer der Höhepunkte seien die Nordlichter gewesen, die sie in Sibirien nach einer mehrtägigen Tortur im Tiefschnee sehen konnte. In Sibirien sei sie außerdem von einem betrunkenen Mann, bewaffnet mit einer Axt, attackiert worden.

"Er stellte sich als netter Förster heraus, der eine Wodka-Party feierte", sagte Swale-Pope über einen der heikleren Teile ihrer Route. Auch sei ihr dort ein Wolfsrudel über eine Woche gefolgt. In Russland wurde sie von einem Bus angefahren, und Ärzte stellten eine schwere Lungenentzündung fest, in Amerika musste sie sich mit Verdacht auf Brustkrebs ärztlich behandeln lassen. Swale-Pope hat alle Strapazen heil überstanden. Über die Heiratsanträge scherzt sie: "Ich glaube, einen Großteil der Anträge bekam ich, weil ich noch rüstig genug bin, um harte Hausarbeit zu erledigen."

Die Waliserin machte sich bereits in den Siebzigern einen Namen als Abenteurerin, als sie auf einer Jacht die Welt umsegelte. Nun hofft sie auf einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde für ihre erneute Abenteuerreise. Auch nach 1.789 Tagen auf Tour gönnt sich die drahtige 61-Jährige keine Pause. Ihre letzte Etappe von Schottland nach Tenby, ihren Heimatort in Wales, möchte sie ohne Unterbrechung antreten, um dann ein Buch zu schreiben.

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