Die Zeitumstellung sorgt bei vielen Menschen für gesundheitliche Probleme. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt nun, dass besonders Frauen und die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen betroffen sind.
Frauen berichten einer aktuellen Umfrage der DAK-Gesundheit zufolge deutlich häufiger über Beschwerden wie Schlafstörungen oder Gereiztheit nach dem Dreh an der Uhr. Während 38 Prozent der Frauen angaben, bereits gesundheitliche Folgen gespürt zu haben, liegt dieser Wert bei den Männern mit 22 Prozent deutlich niedriger. Insgesamt fühlt sich die Belastung für rund 30 Prozent der Menschen ähnlich stark an wie im vergangenen Jahr. Auch in Österreich ist die Debatte um die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung regelmäßig Thema, da viele die Umstellung als Belastung für den Bio-Rhythmus empfinden.
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Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
Wer unter der Zeitumstellung leidet, kämpft vor allem mit Müdigkeit. Ganze 78 Prozent der Betroffenen gaben an, sich nach der Umstellung schlapp zu fühlen. Zwei Drittel leiden unter Einschlafproblemen, während 44 Prozent über Schwierigkeiten bei der Konzentration klagen. Interessanterweise zeigen sich auch Unterschiede im Berufsalltag: Während 24 Prozent der betroffenen Männer Probleme haben, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, sind es bei den erwerbstätigen Frauen nur 15 Prozent.
Gereiztheit als häufige Folge
Ein weiteres Symptom ist die psychische Belastung. 34 Prozent der Frauen fühlen sich nach der Zeitumstellung häufiger gereizt, bei den Männern sind es 27 Prozent. Besonders stark betroffen ist die Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen, von denen 36 Prozent über gesundheitliche Probleme berichten. Bei den 45- bis 59-Jährigen sind es 33 Prozent. Im Gegensatz dazu scheint die jüngere Generation zwischen 24 und 29 Jahren mit nur 24 Prozent Betroffenen deutlich besser mit der neuen Zeit zurechtzukommen.
Mehrheit für die Abschaffung
Trotz der unterschiedlichen gesundheitlichen Auswirkungen ist sich die Mehrheit der Befragten einig: 71 Prozent der Menschen halten das Uhrendrehen für überflüssig. Besonders deutlich ist die Ablehnung bei den über 60-Jährigen, von denen 80 Prozent für eine Abschaffung stimmen, obwohl sie selbst weniger unter den Folgen leiden. Die höchste Zustimmung zur Beibehaltung der Zeitumstellung findet sich bei den 14- bis 29-Jährigen, wo sich immerhin 44 Prozent dafür aussprechen.