Neuer Laborbefund

DNA-Tests lassen Zweifel an Maddies Eltern aufkommen

Ein neuer Laborbefund könnte den Verdacht der portugiesischen Ermittler bekräftigen, dass Maddies Eltern doch in das mysteriöse Verschwinden ihrer kleinen Tochter verwickelt sind.

Wie der "Evening Standard" am Freitag in London ohne Angabe von Quellen berichtete, sandte das britische Labor das Ergebnis seiner wochenlangen Analysen von in einem Mietwagen der Eltern entnommenen DNA den Ermittlern in Portugal zu. Demnach sei das aus "Körperflüssigkeiten" entnommene Erbgut Madeleine zuzuordnen. Außerdem heißt es in dem Bericht, die DNA-Proben stammten von einer Leiche.

© EPA/EFE

Was wissen die McCanns wirklich?

Kate und Gerry McCann hatten den Wagen erst nach Maddies Verschwinden gemietet. Bei einer erneuten Überprüfung der Familie fanden die portugiesischen Kriminalbeamten in dessen Kofferraum Spuren von Körperflüssigkeiten, die sie an das britische Speziallabor sandten. Die Eltern hatten stets erklärt, die DNA-Spuren in dem Leihwagen stammten vermutlich vom Umzug in eine andere Wohnung. Laut "Evening Standard" sind die Proben jedoch zu groß, um von Maddies Kleidung oder Spielzeug zu kommen.

Der Sprecher der McCanns wollte die neuen Vorwürfe nicht kommentieren. "Der Bericht ist wieder einmal ohne Quelle, unbegründet und möglicherweise falsch, deshalb werden wir uns nicht dazu äußern", erklärte Clarence Mitchell. Er bekräftigte, die McCanns seien schuldlos und sicher, alle Indizien, die der Polizei Anlass zur Sorge gäben, erklären zu können. Das Ärzte-Paar gilt seit Anfang September offiziell als "verdächtig". Über die Gründe schweigt die Polizei bis heute - nach Angaben von Freunden und Verwandten der McCanns geht eine These der Ermittler davon aus, dass die Eltern ihre kleine Tochter versehentlich getötet und dann ihre Leiche beiseite geschafft haben könnten.

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