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China

Feuer in Transrapid

Der Transrapid zwischen Shanghai und dem Internationalen Flughafen der chinesischen Metropole ist am Freitag Augenzeugen zufolge in Brand geraten. Die Passagiere seien von Feuerwehrleuten aus der von Siemens und ThyssenKrupp gebauten Magnetschwebebahn in Sicherheit gebracht worden. Es habe keine Verletzten gegeben, sagten die Zeugen weiter.

Das kleine Feuer sei kurz nach dem Verlassen des Flughafens ausgebrochen. Ein Sprecher des Transrapid-Konsortiums bestätigte, dass es zu einer Rauchentwicklung im Zug gekommen sei. Eine Evakuierung habe es aber nicht gegeben. An einer Station seien die Fahrgäste regulär ausgestiegen und danach sei der Hochgeschwindigkeitszug zur Wartung gefahren. Die Betreibergesellschaft prüfe derzeit, wie es zu der Entwicklung gekommen sei. Inzwischen laufe der Betrieb auf einer der beiden Strecken wieder.

China hatte mit Beginn des Jahres 2003 als erstes Land weltweit eine kommerzielle Strecke von rund 30 Kilometern Länge zwischen dem Wirtschaftszentrum und dem Flughafen in Betrieb genommen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 Kilometern in der Stunde erreicht der Zug sein Ziel in acht Minuten. Seitdem sind mit der Schwebebahn mehr als sechs Millionen Menschen gefahren. Das Projekt kostete rund 1,2 Milliarden Euro. Geplant ist eine Verlängerung um 160 Kilometer bis nach Hangzhou.

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