Hochwasser in Australien
Flutwelle erreicht Millionenstadt Brisbane
Neun Tote, 60 Vermisste bisher - und jetzt erreicht die Flut eine Großstadt.
Die Lage im australischen Hochwassergebiet wird immer dramatischer. Nach einer Springflut in der Kleinstadt Toowoomba suchten Rettungskräfte nach fast 60 Vermissten, die Zahl der Todesopfer stieg auf neun. Am Dienstag bereitete sich auch die Stadt Brisbane auf die anrückenden Wassermassen vor.
"Die Menschen in Queensland sind in einer schrecklichen Lage und weitere Überschwemmungen werden kommen", sagte die australische Ministerpräsidentin Julia Gillard im australischen Fernsehen. Sie sei schockiert über die Springflut in Toowoomba. Die Ministerpräsidentin des Staates Queensland, Anna Bligh, sagte, unter den neun Todesopfern dort seien mindestens vier Kinder. Die Rettungskräfte befürchteten das Schlimmste für mindestens 15 der Vermissten.
Eine erste Flutwelle hat die australische Millionenstadt Brisbane erreicht. Nach Medienberichten vom Dienstag gab es bereits erste Evakuierungen. Anrainer aus niedriger gelegenen Gebieten brachten sich in Sicherheit. Der Fährverkehr sowie die Zug-und Busverbindungen wurden in Teilen der Stadt einstellt. Die Polizei sperrte Straßen ab. Es wird erwartet, dass sich die Lage in Brisbane in den kommenden beiden Tagen noch verschärfen wird. In Erwartung des Hochwassers waren in der Zwei-Millionen-Stadt Zehntausende Sandsäcke gefüllt worden.
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