Hochwasser

Hunderttausende auf der Flucht in Ostafrika

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© AFP

Wochenlange sintflutartige Regengüsse haben weite Landstriche in Somalia, Äthiopien und Kenia überschwemmt.

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Besonders schlimm sei die Lage in dem vom Krieg zerrissenen Somalia, wo sich viele Menschen in letzter Minute auf Bäume retten mussten und zum Teil mehr als eine Woche dort ausharrten. "Das ist das schlimmste Hochwasser, das ich je erlebt habe", berichtete einer der Geretteten aus dem besonders betroffenen Bulo Burte, rund 200 Kilomter nördlich der Hauptstadt Mogadischu. Menschen, die sich wegen nachlassender Kräfte nicht mehr in den Bäumen halten konnten, seien von Krokodilen gefressen worden. Der UN zufolge sind in Somalia 52 Menschen umgekommen, 300.000 seien auf der Flucht vor den Fluten. Sollte es weiterregnen, wären bis zu einer Million Menschen in Gefahr.

Hilfsmaßnahmen laufen an
Die Regierung Somalias hat 300.000 Dollar (232.000 Euro) zur Verfügung gestellt, um den Obdachlosen zu helfen. "Es ist ein guter Start, doch bei weitem nicht genug für die vielen Menschen in den Bergen und auf den Bäumen", sagte ein Regierungssprecher. Die Bundesregierung will dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, dem Roten Kreuz und der Hilfsorganisation Care 1,2 Millionen Euro für die Flutopfer zur Verfügung stellen.

Gebiet nur aus der Luft erreichbar
Im benachbarten Kenia gehen die Behörden von rund 30 Todesopfern und 80.000 Flüchtlingen aus. Der seit vier Wochen auf das Land niederprasselnde Regen habe Hauptstraßen unterspült und Brücken fortgerissen, so dass Lebensmittel und Medikamente nur auf dem Luftweg zu den Hilfesuchenden gelangen könnten, sagte Burkhard Oberle, Leiter des UN-Welternährungsprogramms, am Mittwoch in Kenia.

In Äthiopien starben nach offiziellen Angaben bisher 80 Menschen, 300.000 sind obdachlos.

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