Kleines Tier - große Wirkung. Archivbild.

Katastrophe

Hungersnot in Indien wegen Rattenplage

Wegen einer Rattenplage sind im indischen Unionsstaat Mizoram mehrere hunderttausend Menschen von einer Hungersnot bedroht.

Die Plage wird nach Behördenangaben von einer alle 50 Jahre wiederkehrenden Bambusblüte ausgelöst. Die Ratten ernährten sich von der Blüte und vermehrten sich in hoher Zahl. Anschließend fielen sie über die Reisernte her. Zuletzt trat das Phänomen 1959 auf.

Diesmal erreichte die Blüte 2007 ihren Höhepunkt. Die Bauern konnten nur ein Fünftel der erwarteten Reisproduktion von rund 130.000 Tonnen ernten. Diese Menge reiche nur für zwei Monate, sagte ein Sekretär für Nahrung und Vorräte des Staats am Freitag.

Fast 1 Million Menschen betroffen
Im nordostindischen Mizoram leben 900.000 Menschen, 70 Prozent sind Angaben zufolge von dem Nahrungsmangel betroffen. Zu ihrer Versorgung seien 15.000 Tonnen Reis monatlich nötig. Mizoram habe die indische Bundesregierung um Unterstützung gebeten, auch ein Hilfsaufruf an die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen werde erwogen.

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