2020 getötet

ICE nimmt Verwandte des getöteten Al-Quds-Chef fest

In den USA sind die Nichte und Großnichte des 2020 getöteten iranischen Militärkommandanten Qassem Soleimani festgenommen worden. 

Zuvor habe US-Außenminister Marco Rubio deren dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung widerrufen, teilte das State Department in Washington am Samstag mit. Der Nichte Hamideh Soleimani Afshar werde vorgeworfen, offen die Islamische Republik zu unterstützen, berichteten Medien. 

Das Aufenthaltsrecht sei wegen der "Verbreitung von Hetze und Propaganda der iranischen Führung" entzogen worden, teilte das Außenministerium mit. Während ihres Aufenthalts in den USA habe sie Angriffe auf amerikanische Soldaten bejubelt, den neuen Führer des Irans gelobt und die USA als den «großen Satan» bezeichnet. Zudem habe sie sich als entschlossene Unterstützerin der iranischen Revolutionsgarden bekannt. Auch ihr Mann dürfe nicht mehr in die USA einreisen.

Bei Drohneneinsatz von Trump getötet

Hamideh Soleimani Afshar und ihre Tochter befänden sich nun in der Obhut der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE, hieß es in der Erklärung des Außenministeriums weiter. Der ehemalige Kommandant der Al-Quds-Brigade Qassem Soleimani war im Jänner 2020 auf Befehl von US-Präsident Donald Trump bei einem Drohneneinsatz in Bagdad getötet worden. Washington begründete den Angriff damit, dass der mächtige General der iranischen Revolutionsgarden Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe. Durch die Attacke gerieten die USA und der Iran damals an den Rand eines Kriegs.

Wie das Außenministerium weiters mitteilte, wurde zuvor bereits Angehörigen des Mitte März vom israelischen Militär getöteten iranischen Sicherheitschefs Ali Larijani das Aufenthaltsrecht entzogen.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten