Wegen Tagebaus

Kirche in Deutschland wird abtransportiert

Diese Kirche bleibt nicht im Dorf: In Heuersdorf (Sachsen) wird ein Gotteshaus komplett abtransportiert. Es muss dem Tagebau weichen.

Im sächsischen Heuersdorf hat am Dienstag die heiße Phase des Kirchenumzugs in das zwölf Kilometer entfernte Borna begonnen. Die 750 Jahre alte Emmauskirche muss wie der gesamte Ort einem Braunkohletagebau weichen, der voraussichtlich zum Jahresende 2007 die Ortsgrenze von Heuersdorf erreichen wird.

Der Abbruch des Ortes ist bereits in vollem Gange. Die Emmauskirche soll davon verschont bleiben und am 31. Oktober am Martin-Luther-Platz in Borna einen neuen Platz finden.

Für den rund drei Millionen Euro teuren Transport der knapp 20 Meter hohen und 14,5 Meter langen Kirche wird diese zunächst auf einen Schwerlasttransporter geladen. Danach wird das zwischen 600 und 1000 Tonnen schwere Gotteshaus um etwa 50 Meter auf eine dafür befestigt Parkfläche gefahren.

Am Donnerstag soll sich der Transport in Bewegung setzen und bis zum Reformationstag sein Ziel in Borna erreichen.

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