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Näher an Heimatort

Papst-Attentäter wird nach Ankara verlegt

Agca war im Jänner 2006 freigelassen worden, aber nur acht Tage später wieder festgenommen worden.

Der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca ist am Freitag auf eigenen Wunsch von Istanbul in ein Gefängnis nahe Ankara verlegt worden. Er sei auf dem Weg in das Hochsicherheitsgefängnis in Sincan in einem Vorort der Stadt, sagte sein Bruder Adnan Agca. Der frühere Anwalt des Attentäters erklärte, Agca habe bereits vor einem Jahr einen Antrag auf Verlegung gestellt, um seiner Heimatstadt Malatya näher zu sein.

Agca war im im Jänner vergangenen Jahres zunächst auf Bewährung freigelassen und acht Tage später wieder festgenommen worden. Ein Berufungsgericht entschied damals, dass der 48-Jährige für die Ermordung eines Journalisten und weitere in der Türkei begangene Straftaten wieder in Haft genommen werden müsse. Die Freilassung des Mannes, der 1981 auf Papst Johannes Paul II. schoss und ihn schwer verletzte, war auf scharfe Kritik gestoßen. Er soll 2010 freikommen.



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