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Fall abschließen

Papst vergibt seiner Angreiferin

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Vatikan will gegenüber Frau, die den Papst in der Christmette umriss, Milde walten lassen. Die verwirrte Frau ist nun in der Psychiatrie.

Der Vatikan will in Kürze den Fall der jungen Frau abschließen, die Papst Benedikt XVI. vor der Christmette im Petersdom zu Sturz gebracht hatte. „Es müssen keine langen Untersuchungen durchgeführt werden, man kann davon ausgehen, dass der Fall in wenigen Wochen abgeschlossen wird“, sagte der Präsident des vatikanischen Gerichts, Giuseppe Dalla Torre, der katholischen Tageszeitung L‘Avvenire am Sonntag: „Die Tatsache, dass die Frau unbewaffnet war, ist ein wichtiges Element“. Sollte sich herausstellen, dass die Italo-Schweizerin geistesgestört ist, könne sie keinem Prozess unterzogen werden, so Dalla Torre.

Papst Benedikt wird nicht völlig abgeschirmt
Im Vatikan werden nun die Sicherheitsvorkehrungen überprüft. Vatikansprecher Pater Federico Lombardi nannte es allerdings unrealistisch, das 82-jährige katholische Kirchenoberhaupt völlig von der Öffentlichkeit abzuschirmen.

Eine hundertprozentige Sicherheit für den Papst könne es nicht geben, erklärte Pater Lombardi. „Die Menschen wollen ihn aus nächster Nähe sehen, und er will ihnen ebenfalls ganz nah sein“, betonte der vatikanische Sprecher. Man wolle aber aus den bisherigen Erfahrungen Konsequenzen ziehen, es gebe verschiedene Überlegungen, wie die Sicherheitslage weiter verbessert werden könnte.

Benedikt XVI. hatte den Angriff der verwirrten Frau in seiner Predigt völlig ignoriert. Der Papst trage der Italo-Schweizerin nichts nach und habe ihr vergeben, sagte Lombardi.

Bisher hat es während des Pontifikats Benedikts, das 2005 begann, praktisch keine Sicherheitsverstöße gegeben.

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