Terrorangst

Polizeischutz für britische Kirchen

Die britische Polizei verstärkt Schutzvorkehrungen für hunderte Kirchen und Moscheen. Zudem wurden Notrufnummern ausgegeben.

Wegen der Auseinandersetzungen um die Papst-Äußerungen zum Islam hat die britische Polizei Schutzvorkehrungen für hunderte Kirchen und Moscheen verstärkt. An die Verantwortlichen in religiösen Stätten im Großraum London und einigen anderen Gegenden des Landes seien insgeheim Notrufnummern für den Fall von Angriffen ausgegeben worden, berichtete am Dienstag die Zeitung "Daily Telegraph".

Scotland Yard ermittelt
Unterdessen hat Scotland Yard Ermittlungen gegen mehrere muslimische Extremisten aufgenommen, die in den vergangenen Tagen bei Demonstrationen zu Gewalttaten gegen die katholische Kirche und den Papst aufgerufen hatten. Londons stellvertretender Polizeichef Tarique Ghaffur betonte in einer Stellungnahme, die Sicherheitskräfte würden nicht zulassen, "dass Leute an Demonstrationen teilnehmen, um dabei Gesetze zu brechen".

In britischen Kirchenkreisen wird nach Angaben der Zeitung befürchtet, dass eine erhöhte Polizeipräsenz vor Gotteshäusern die gespannte Lage nach den Papst-Äußerungen noch anheizen könnte. Benedikt XVI. hatte in der vergangenen Woche den byzantinischen Kaiser Manuel II. zitiert, wonach Prophet Mohammed "Schlechtes und Inhumanes" gebracht habe, weil er den Glauben mit dem Schwert habe verbreiten lassen wollen. Der Papst hatte am Sonntag öffentlich bedauert, dass seine Äußerungen missverstanden worden seien.

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