Todesdrama in Belgien! Ein herannahender Zug krachte an einem geschlossenen Bahnübergang in einen voll besetzten Schulbus. Laut ersten Berichten gibt es mehrere Todesopfer.
Das schwere Unglück passierte am Dienstag auf einem Bahnübergang in der Stadt Buggenhout, die genau zwischen den Metropolen Antwerpen und Brüssel liegt. Für die Menschen in Österreich, die solche Nachrichtenmeldungen sonst nur aus den Abendnachrichten kennen, ist es ein echter Schock. Belgische Medien meldeten dazu, dass der betroffene Zug eigentlich schon am Abbremsen war, da er sich nur noch rund einen Kilometer vom nächsten Bahnhof entfernt befand. Dennoch passierte das Drama um exakt 8.08 Uhr am Morgen, als der Schulbus plötzlich auf den Gleisen stand.
Wie der belgische Sender RTL info berichtete, kamen Belgiens Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke zufolge zwei Jugendliche, der Fahrer sowie eine Begleitperson ums Leben. Zwei weitere Menschen seien schwer verletzt worden. Demnach fuhren insgesamt sieben Kinder und zwei Erwachsene in dem Bus. Offizielle Angaben gab es zunächst nicht.
Schranken waren bereits geschlossen
Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen das ganze Ausmaß des Fehlers. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren die Barrieren an der Bahnstrecke nämlich eigentlich komplett unten. Frédéric Petit, der offizielle Sprecher der belgischen Behörde für Eisenbahninfrastruktur Infrabel, äußerte sich kurz nach dem Vorfall sichtlich betroffen gegenüber den Medien: „Die Aufnahmen zeigen, dass die Schranken geschlossen und die Ampel rot war. Wir wissen nicht, wie es zu dem Unfall kommen konnte.“ Warum der Fahrer den Schulbus trotz des klaren Stoppsignals über die Gleise steuerte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Evakuierung der geschockten Passagiere
Über die genaue Anzahl der Toten und Verletzten herrscht momentan noch traurige Unklarheit vor Ort. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Opfern zu helfen. Im verunglückten Zug befanden sich zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes rund 100 Fahrgäste. Diese Passagiere kamen mit dem Schrecken davon, wurden mittlerweile komplett aus den Waggons evakuiert und werden von Krisenteams psychologisch betreut.