Mullah-Drohung

„Kein sicherer Zufluchtsort mehr“: Chamenei droht USA

Nach neuen US-Angriffen auf iranische Militärziele verschärft sich der Ton im Nahen Osten erneut. Irans Religionsführer Modschtaba Chamenei richtet scharfe Drohungen an die Vereinigten Staaten, gleichzeitig laufen im Hintergrund weiter Gespräche über eine mögliche Einigung. 

Nach den nächtlichen Angriffen auf militärische Ziele des Iran meldete sich der oberste religiöse Führer des Landes mit deutlichen Worten zu Wort. Chamenei warnte die USA vor Konsequenzen und stellte klar, dass amerikanische Einrichtungen in der Region aus Sicht Teherans künftig nicht mehr sicher seien.

„Amerika wird in der Region keinen sicheren Zufluchtsort mehr für seine Machenschaften und die Errichtung von Militärstützpunkten finden“, ließ der Mullah-Führer anlässlich des islamischen Pilgerfestes Hadsch erklären. Zugleich hieß es aus Teheran, der Nahe Osten dürfe künftig nicht länger als Schutzraum für US-Stützpunkte dienen.

Revolutionsgarden drohen mit Vergeltung

Auch die iranischen Revolutionsgarden reagierten auf die jüngsten Angriffe scharf. Sie erklärten, man behalte sich das Recht vor, auf jeden weiteren Verstoß gegen die Waffenruhe zu reagieren.

In einer Erklärung warnten die Elitetruppen vor weiteren Einsätzen der US-Armee in der Region. Gleichzeitig behaupteten die Revolutionsgarden, amerikanische Drohnen und Kampfflugzeuge abgewehrt zu haben. Unabhängig bestätigen lassen sich diese Angaben bislang jedoch nicht.

USA halten an Gesprächen fest

Trotz der angespannten Lage schließt Washington eine diplomatische Lösung nicht aus. US-Außenminister Marco Rubio erklärte bei einem Besuch in Indien, dass Gespräche mit dem Iran weiterlaufen sollen.

In Katar seien neue Verhandlungen geplant. Rubio machte deutlich, dass Präsident Donald Trump weiterhin eine Einigung anstrebe. „Er wird entweder einen guten Deal abschließen – oder gar keinen“, sagte der US-Außenminister.

Streit um Straße von Hormuz

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die strategisch wichtige Straße von Hormuz. Rubio forderte Teheran erneut auf, die Schifffahrtsroute offen zu halten. Die Blockade der Meerenge bezeichnete er als „rechtswidrig und illegal“ und warnte vor massiven Folgen für die Weltwirtschaft. Die Passage gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öltransporte weltweit.

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