Auf 2.900 Meter Höhe
Wanderin von Steinbock gerammt und abgestürzt
Für eine Wanderin aus Bergamo endete der Ausflug in atemberaubende Natur von Trentino sehr schmerzhaft. Die 26-Jährige wurde auf dem Austrian Trail ("Sentiero degli Austriaci") auf einer Höhe von etwa 2.900 Metern Opfer eines Steinbocks, der plötzlich aus einer Felshöhe auf den Bergpfad herausschoss. Ihr Begleiter setzte sofort einen Notruf ab.
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Der Vorfall ereignete sich unterhalb des Albiolo-Gipfels. Die Trentiner Bergrettung teilt mit: "Plötzlich tauchte das Huftier aus einer Höhle im letzten Abschnitt des Weges unterhalb des Torrione d‘Albiolo auf und traf die Frau." Die Wanderin wurde durch den heftigen Stoß am Bauch und am Knöchel verletzt. Zusätzlich verlor sie ihr Gleichgewicht und stürzte 20 Meter einen steilen Hang hinab. Der Begleiter blieb unverletzt und informierte gegen 13.00 Uhr die Rettungskräfte.
Wanderin wurde ins Krankenhaus geflogen
Ein Team von der Bergrettung rückte zum Vorfall am Sonntag, dem 12. Juli, aus. Die 26-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus von Cles gebracht. Die Einsatzkräfte begleiteten den 21-jährigen Wandergefährten sicher zurück zu seinem Auto am Passo del Tonale. Laut Berichten endete der Einsatz um 14.30 Uhr.
Eigentlich sind Steinböcke, auch "Könige der Alpen" genannt, harmlos. Jedoch gelten die Huftiere als kräftig und unberechenbar. Im Trentino lebt ein stabiler Steinbock-Bestand, der vor allem in den vergangenen Jahrzehnten durch Schutzprogramme stark gewachsen ist. Die Tiere leben laut dem Parco Stelvio Trentino in den Felswänden zwischen 1.800 und 3.000 Meter.
Der Austrian Trail (SAT-Wegweiser Nr. 161) ist ein historischer Pfad aus dem Ersten Weltkrieg. Mit dem Weg wurden die militärischen Stellungen im Gebiet des Tonalepasses mit dem Torrione d’Albiòlo verbunden. Der höchste Abschnitt wird als Route für erfahrene Wanderer (Kategorie EE) eingestuft. Die Strecke ist lang und anspruchsvoll, die durch exponierte Felsgrate geprägt ist.
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