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Prozessauftakt

Verhandlung gegen Frau von totgeglaubtem Briten

John Darwin wurde mehrere Jahre für tot gehalten. Nur seine Frau wusste, dass er noch lebt, kassierte trotzdem seine Lebensversicherung.

Vor einem Gericht in Nordengland hat am Montag der Prozess gegen die Ehefrau eines Briten begonnen, der jahrelang seinen Tod vorgetäuscht hat, um seine Lebensversicherung zu betrügen. Die Frau habe dabei eine entscheidende Rolle gespielt, erklärte Staatsanwalt Andrew Robertson. Sie habe sogar ihre eigenen Söhne davon überzeugen können, dass ihr Vater ums Leben gekommen sei. John Darwin war im Dezember plötzlich wieder aufgetaucht und hatte Gedächtnisverlust geltend gemacht.

Seine Frau sei am Betrug ihres Mannes als gleichwertiger Partner beteiligt gewesen und habe ihre Rolle mit unglaublicher Gelassenheit gespielt, sagte Robertson. Darwin bekannte sich bereits schuldig und räumte vor Gericht ein, er habe mit seinem Verhalten Geld erschlichen. Seine Frau wies bisher alle Vorwürfe zurück.

Dem Paar wird vorgeworfen, Darwins Tod bei einem Kanu-Unfall im Jahr 2002 vorgetäuscht zu haben, um seine Lebensversicherung im Wert von 25.000 Pfund (31.000 Euro) einstreichen zu können. Britische Medien veröffentlichten Bilder, auf denen offenbar beide in Panama zu sehen sind, vier Jahre nach Darwins angeblichem Tod.

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