Helfer unter dem Verdacht des Kinderhandels

Keine Waisen

Helfer unter dem Verdacht des Kinderhandels

Eine Hilfsorganisation wollte 103 Kinder aus dem Tschad ausfliegen. Nun wurde bekannt, dass sie nicht aus Darfur stammen - und Eltern haben.

Die meisten der 103 Kinder, die eine Hilfsorganisation illegal aus dem Tschad ausfliegen wollte, haben nach Informationen des französischen Außenministeriums Eltern. Zudem stammten sie nicht aus der sudanesischen Krisenregion Darfur sondern aus dem benachbarten Tschad, sagte ein Sprecher des Außenministeriums am Dienstag in Paris.

Die umstrittenen französische Organisation "Arche de Zoe" hatte bisher behauptet, die Kinder kämen aus Darfur und sie habe Papiere von den Dorfchefs, die belegten, dass die Kinder elternlos seien. Die Organisation hatte nach eigenen Angaben zwei Monate eingeplant, um die Kinder auszusuchen, die sie bei französischen Gastfamilien unterbringen wollte. Der Anwalt von "Arche de Zoe" räumte unterdessen ein, dass die Aktion einen "anarchischen Charakter" gehabt habe.

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