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Anwalt wehrt sich

"Berlusconi ist nicht impotent"

Italienischer Regierungschef werde dies notfalls auch vor Gericht aussagen.

Nicolo Ghedini, Rechtsanwalt des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, hält die Klagewelle seines Mandanten gegen italienische und europäische Medien, die über die Sexskandale um den Premierminister berichtet haben, für gerechtfertigt. Vor allem die Schadenersatzforderung von zwei Millionen Euro gegen das linke Blatt "L'Unitá" sei legitim.

"Hier geht es um eine reine Prinzipfrage. Eine Zeitung wie 'L'Unitá' kann nicht schreiben, dass eine Person impotent, ein Schwein sei, ohne zu erwarten, dass die angegriffene Person reagiert", sagte Ghedini im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Freitag.

Berlusconi will erklären, dass er kein Schwein ist
"Berlusconi ist bereit, vor Gericht aufzutreten und zu erklären, dass er kein Schwein und nicht impotent ist (...) Warum sollte Berlusconi nicht vor 20 Millionen Italienern, seinen treuen Wähler, erklären sollen, dass er perfekt funktioniert?", fragte Ghedini, Parlamentarier der Berlusconi-Partei "Volk der Freiheit".

Berlusconi klagte am Freitag erneut über die italienische Presse. Die Zeitungen würden die Wahrheit verzerren, wie es auch in Zusammenhang mit der Demission des Chefredakteurs der katholischen Tageszeitung "L'Avvenire", Dino Boffo, der Fall sei. "Armes Italien, mit so einem Informationssystem!", rief er den Journalisten zu.



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